Verzinsung Privatdarlehen

Im Falle eines verzinslichen Darlehens ist neben der Rückzahlung des Darlehensbetrages auch die Zahlung der geschuldeten Zinsen zur Erfüllung des Darlehensvertrags erforderlich. Der Rentner hat daher keinen Anspruch auf Zinsen. Die Darlehensnehmerin verpflichtet sich, das Darlehen zu verzinsen. OR Der Darlehensgeber verzichtet ausdrücklich auf Zinsen. Der Erfüllungsbetrag ist sowohl bei verzinslichen als auch bei unverzinslichen oder niedrig verzinslichen Verbindlichkeiten handelsrechtlich zu bilanzieren.

Zinsen für Privatkredite

Lieber Frager, die Vorabantwort: Nein, es gibt kein Recht (der Erben) auf Interesse. Das bedeutet, dass ein Kredit nur dann verzinst wird, wenn dies vertraglich festgelegt ist. Die Verzinsung des Darlehensbetrags ist Sache der Vertragspartner und muss bei Vertragsabschluss erfolgen. Die Art und Weise, wie Sie eine Zinssatzvereinbarung durchführen, existiert nicht.

Dies würde nicht einmal den Kreditgeber, auch wenn er noch am Leben wäre, zu einem Betrag von Zinsen berechtigen. Damit war es ein „zinsloses Privatdarlehen“. Sollte zumindest ein Schadenersatzanspruch geltend gemacht werden können, da die angestrebte Nichteinhaltung einer schriftlichen Abmachung („Rückzahlung in 3 Jahren“) zu einem finanziellen Schaden geführt hat? Hallo, ein Schadenersatzanspruch wegen Zahlungsverzugs des Zahlungspflichtigen könnte hier durchaus existieren.

Vorraussetzung dafür wäre, dass der Kreditnehmer mit der Tilgung des Kredits im Rückstand ist. Ein Zahlungsrückstand tritt prinzipiell nur ein, wenn ein Gläubiger auf eine Zahlungsaufforderung des Schuldners verzichtet. In diesem Falle werden für die Zeit des Verzuges Zinsen auf eine monetäre Schuld berechnet. Im Einzelfall hätte die notwendige Grundmahnung entfallen können, d. h. wenn ein Tilgungstermin nach dem Kalender für die Tilgung des Darlehensbetrags festgelegt wurde.

Ausleihungen an Aktionäre: Welcher Zinssatz ist sinnvoll?

Wie hoch ist der Zinssatz als Aktionärsdarlehen? Wenn eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung gute Erträge erzielt und der Hauptaktionär Finanzmittel braucht, z.B. für den Kauf einer Liegenschaft, gibt es zwei Wege, diese Mittel aus dem Vermögen der Gesellschaft zu erhalten: Ausgeschüttet wird der Gewinn der Gesellschaft. Dies hat zur Konsequenz: Der Aktionär zahlt auf die vereinnahmten Gelder die Abgeltungssteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchweih.

Dementsprechend wird ihm die GmbH einen Kredit in der geforderten Summe gewähren. Dies erspart dem Aktionär die Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag. Beim “ Kredit “ ergibt sich die Fragestellung nach dem Mindestkreditzinssatz, den das Unternehmen berechnen soll, damit der Zinssatz auch vom Steueramt erkannt wird. Praktisch werden Kredite von Gesellschaftern an „ihre“ Gesellschafterin regelmässig als Finanzierungsinstrumente eingesetzt.

Wenn sich die Gesellschaft in einer Krisensituation oder wenn die Zahlungsunfähigkeit nicht abgewendet werden kann, ist der Verzug des Gesellschafter-Darlehens nur begrenzt oder in Einzelfällen vom Kreditgeber überhaupt nicht anerkennt. Vor allem bei Kreditforderungen im privaten Vermögen kann der Verkauf von wertlosen Aktionärsdarlehen zu einem steuerlichen Verlustausgleich führen. Darlehensgewährungen von Aktionären oder Verwandten an ihre Gesellschafterin spielten in der Geschichte eine große Bedeutung und werden in der Realität auch in den kommenden Jahren eine große sein.

Denn die Kreditvergabe durch die Kreditinstitute wird immer zögerlicher und die Gewährung von Krediten durch die Anteilseigner ist oft der „letzte Strohhalm“, um die Gesellschaft am Leben zuhalten. Bei der Gewährung eines Darlehens an die Gesellschafterin oder durch nahe Angehörige sind jedoch einige Formalitäten zu erfüllen, damit das Darlehen für steuerliche Zwecke angesetzt wird.

Unterstützt wird diese Einstellung der Finanzbehörden auch durch die Finanzgerichtsbarkeit. Für die Angemessenheit des Darlehenszinssatzes ist die Anerkennung des geringeren Teilwertes im Falle einer dauerhaften Beeinträchtigung gemäß 6 Abs. 1 Nr. 2 S. 2 S. 2 EStG, der marktübliche Bankzinssatz maßgeben. Falls die Firma ein Kredit zur Weiterleitung an den Aktionär abgeschlossen hat, muss sie ihm die Zinsen berechnen, die sie selbst zu entrichten hat (BFH vom 16.9. 1957, Aktenzeichen E 88/58, S. 451).

Wenn das Unternehmen die Gelegenheit hätte, ein (hochverzinsliches) Kredit, z.B. an seine Hauptbank, mit seinen unentgeltlichen Geldern zurückzuzahlen, aber dem Aktionär statt dessen ein solches zu gewähren, müsste es ihm die Zinsen für das fortlaufende Bankdarlehen berechnen (BFH vom 28.2.1990, Ref. 1 83/87, StBl 2 1990, S. 649).

Steht keine der genannten Möglichkeiten zur Verfügung, d.h. die Gesellschafterin kann dem Aktionär ein Kredit aus freiem Kapital gewähren, sollte der entsprechende Zinssatz zwischen den marktüblichen Soll- und Habenzinsen nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes angesetzt werden. In der Interessenvereinbarung mit dem Anteilseigner spielen nur die Investitionsmöglichkeiten der Gesellschaft und das dabei erzielbare Interesse eine Rolle.

Beispiel: Eine Aktiengesellschaft hat ein freies Kapital von 100.000 EUR. Ein Festgeld für einen Zeitraum von zwei Jahren wäre zu einem Zinssatz von 2 Prozentpunkten möglich. Bei guter Kreditwürdigkeit kann die Firma dem Aktionär ein Kredit von mehr als 100.000 EUR zu einem Zinssatz von 2 Prozentpunkten ohne Berücksichtigung eines VGAs gewähren.

Weil die Firma im obigen Beispiel keine höhere Beteiligung erhalten konnte, kann das gleich hohe Zinsdarlehen an den Aktionär nicht zu einem Vermögensverlust kommen (FG Baden-Württemberg, Urteile vom 10.11. 2005, Az. 3 T 353/01). Es besteht keine gGV, wenn der Aktionär auch für die gGmbH arbeitet und daher ein verzinsliches Dienstgeberdarlehen erhalten hat (siehe folgende Einlage).

Wird die Verzinsung eines Darlehens an den Anteilseigner vom Steueramt als zu gering eingestuft, muss es der Firma beweisen, dass sie über die besseren Investitionsmöglichkeiten (zu einem erhöhten Zinssatz) verfügt. Gleiches ist der Fall, wenn das Steueramt geltend macht, dass die Firma höhere zinstragende Kredite aus ihren ungebundenen Geldern hätte tilgen können. Möchte ein Aktionär eine Liegenschaft kaufen, kann ihm die Firma aktuell ein Grundbuchdarlehen mit einem Zinssatz von etwas über 1 Prozentpunkt für die Laufzeit von fünf Jahren gewähren.

Der Anteilseigner sollte wie bei seiner Hausbank auf eine feste Zinsbindung (z.B. fünf oder zehn Jahre) achten, um den vorteilhaften Zinssatz dauerhaft zu gewährleisten.