Daher sind Anleihen und Darlehen als verzinsliche Aktiva besonders geeignet. Besitzt ein deutsches Kreditinstitut eine ausländische Staatsanleihe, ergibt sich der Credit Spread aus der Differenz zwischen der Rendite dieser Anleihe und der Rendite einer Staatsanleihe gleicher Laufzeit. Erfahren Sie mehr über Deutschlands beliebteste Kreditform. Der Leitfaden für TOP-Tourismuskredite sieht einen Verfahrenszinssatz als Obergrenze für die zu berechnenden Zinsen vor. Als Effektivzinssatz „TAEG“ (Tasso Annuo Effettivo Globale) oder „ISC“ (Indicatore Sintetico di Costo) gilt der Zinssatz, der die tatsächlichen Kosten eines Darlehens (oder einer Finanzierung) durch Banken oder Finanzintermediäre angibt.
Kreditspanne
In der Finanzbuchhaltung ist der Kreditspread (englisch für Kreditspread oder Kreditspread, im Deutschen auch Zinsdifferenz oder Renditespread) ein Hinweis auf die Zinsdifferenz zwischen einem zinstragenden Vermögenswert und einem risikolosen Referenzzins der gleichen Laufzeiten. Sie legt die Risiko-Prämie fest, die ein Anleger als Ausgleich für das eingetretene Ausfallrisiko erfährt. Die Anglizismen „Spread“ ist als Unterschied, Rand oder Rand zu interpretieren und bezieht sich im Allgemeinen auf jeden Unterschied zwischen zwei betrachteten Variablen.
Der“ Kreditspread “ ist die Abweichung zwischen der Verzinsung einer risikoreichen Obligation und der Verzinsung einer risikofreien Referenzanleihe mit ansonsten gleichen Bedingungen (insbesondere Laufzeit). Seit 1959 [1] wird „Kredit“ ausschliesslich als Emissionsrisiko von Unternehmensobligationen verstanden, da der Kreditspread anfangs ausschliesslich als Risikomass für das Kreditrisiko von Obligationendient hat.
Seitdem werden die Renditenaufschläge von Unternehmensobligationen mit risikofreien Staatsobligationen und Staatsobligationen unterschiedlicher Länder abgeglichen. In der Folgezeit wurde der Kreditspread im Bankgeschäft auf alle Bonitätsrisiken, auch auf ganze Kreditportfolien, ausdehnt. Es ist ein Maß für das Risiko, das die Erwartung über die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls und die Wiedereinbringungsquote bei Forderungsausfällen beinhaltet. Daher sind Schuldverschreibungen und Darlehen als zinstragende Aktiva besonders geeignet.
Besitzt ein nationales Institut eine Auslandsanleihe, errechnet sich der Kreditrisikoaufschlag aus der Abweichung zwischen der Verzinsung dieser und der Verzinsung einer gleichlaufenden Staatsschuldverschreibung. Kreditspreads vergleichen die Erträge zweier Obligationen oder Darlehen mit einer risikofreien Anleihe: Staatsobligationen, Swapgeschäfte und Hypothekenpfandbriefe entsprechen diesen Anforderungen.
Kreditrisiken sind an die Kreditwürdigkeit des jeweiligen Unternehmens gebunden. Rating-Agenturen wie S&P (Standard & Poor’s), Moody’s oder die Ratingagentur für Rating-Agenturen klassifizieren die Kreditwürdigkeit von Anleihen. Geht man davon aus, dass ein Emittent mit gleichem Rating über eine ähnliche Bonitätseinstufung verfügt, sind die Bonitätsspreads ähnlich hoch.
Kreditrisiken lassen sich in Migrationsrisiken und Ausfallrisiken unterteilen. In diesem Falle verliert der Anleihegläubiger Vermögenswerte in Hoehe der Kursänderung. Selbst wenn die Bonität eines Ausstellers konstant bleibt, fluktuiert der Kreditspread über die Zeit. Steigen die Kreditspreads aufgrund der steigenden Risikoscheu der Kapitalmarktteilnehmer, sinken die Preise für Anleihen der Industrie.
Deshalb haben nicht liquide Obligationen eine hohe Verzinsung und damit einen hohen Aufschlag. Es werden nicht alle Gefahren einer Industrieanleihe in den Kreditspread einbezogen. Das systematische Zinsrisiko (Marktrisiko) schließt das Zinsrisiko aus, dem auch „risikolose“ Bundesanleihen unterliegen, und es wird nur das Spreadrisiko mitberücksichtigt.
4 ] Der Kreditrisikoaufschlag entspricht einer Prämie für die mit der Anlage eingegangenen Kredit-, Margen- und Liquiditätsrisiken. 4. Es wird unterschieden zwischen dem Absolut-Creditspread, der tatsächlichen Zinsdifferenz und dem Relativspread als Quotienten aus der Zinsdifferenz und der risikofreien Verzinsung. In der Regel unterscheiden sich beide von einander, wodurch der Relativspread gleichmäßiger ist als der Absolutspread.
Denn das Absolutzinsniveau beeinflußt auch die Höhe des Spreads. Mit einer Verzinsung von 8% weist ein Kreditspread von 2% ein niedrigeres Restrisiko auf als mit einer Verzinsung von nur 3%. 5 ] Je höher die Laufzeiten einer Schuldverschreibung, desto mehr erhöht sich ihr Kreditaufschlag und vice versa.
Der Kreditspread gibt nicht nur an, wie der Kredit- oder Kreditmarkt die Ausfallwahrscheinlichkeiten eines Kreditnehmers beurteilt. Stattdessen kommen auch unternehmens- und anleihenspezifische sowie Marktpreisrisiken zum Tragen. Bei Darlehen ist auch die Laufzeit einer Geschäftsverbindung zwischen Darlehensgeber und Darlehensnehmer zu beachten.
Idealerweise haben Obligationen, Wertpapiere oder Darlehen mit identischen Bewertungen den selben Risikoaufschlag wie die risikolose Anleihe. Die Bonitätseinstufung ist umso größer, je geringer die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls und je größer der Aufschlag ist. Allerdings stellte sich heraus, dass Debitoren mit demselben Bonitätsrating unterschiedliche Bonitätsspreads am Kapitalmarkt hatten. Darüber hinaus streben die Ratingagenturen im Sinne ihrer „through-the-cycle“-Philosophie danach, das Ratingniveau konjunkturunabhängig und damit weitestgehend stabil zu erhalten.
7 ] Dies sind auch die Ursachen, warum Kreditspreads auf Bonitätsveränderungen rascher ansprechen als Ratingagenturen. Zur Beseitigung der größten Unterschiede zwischen Kreditspreads und Bonitätsbeurteilungen haben die Ratingagenturen seit 2002 damit angefangen, die aktuellen Entwicklungen an den Märkten, wie z.B. die Bonitätsspreads, verstärkt in ihren Bonitätsbeurteilungen zu erfassen, nachdem sie in der Vergangenheit mit “ gefallenen Engeln “ (plötzliche Ratingherabstufungen über mehrere Ebenen bis hin zum Spekulations- oder Junk-Status) konfrontiert waren.
So kann der Kreditspread das Rating beeinflussen und vice versa. Im Falle der besicherten Schuldverschreibungen (Collateralized Debt Obligation, CDOs) zeigte sich jedoch während der Finanzmarktkrise ab 2007, dass die US-Staatsanleihen und die CDs je ein Rating von 1AA aufwiesen. Daher waren die Kreditspreads der CDO sehr hoch.
Aufschläge von CDSs (Credit Default Swaps) entsprechen den Preisen von CVS. Der Kreditausfallswap ist ein Sicherungsinstrument zur Sicherung des Ausfallsrisikos. Kreditspreads und CDS-Spreads sind unterschiedlich groß. Werden Bundesanleihen als risikolose Bezugsgröße für die Berechnung der Risikoaufschläge verwendet, überschreiten die Risikoaufschläge in der Regel die CDS-Aufschläge. Die Kreditspreads müssen kalkuliert werden, die CDS-Spreads sind über Börsen-Informationssysteme für eine Vielzahl von Schuldnern und unterschiedliche Laufzeiten verfügbar.
Der Marktwert eines Kreditausfallswaps ist prinzipiell gleich dem Kreditspread für den gleichen Debitor und die gleiche Fälligkeit. Kreditausfallswaps, die das Ausfallsrisiko eines Basiswertes sichern, geben somit einen unmittelbaren Anhaltspunkt für die Größe der Kreditspreads, da die CDS-Prämien die Abweichung zur risikofreien Anleihe ausmachen. Die Risikoaufschläge entsprechen dem Expected-Loss des Bankengeschäfts:[8] Der Expected-Loss (auf Jahresbasis) ist das Ergebnis aus der mittleren Jahresausfallwahrscheinlichkeit (PD) und dem Verlustrisiko bei Ausfall (LGD): Das Risk-Management soll zur gezielten Identifikation, Auswertung, Beurteilung, Überwachung und Steuerung von Unternehmensrisiken beizutragen.
Seitdem sich die Kreditspreads als aktueller Risikomaßstab durchgesetzt haben, sind sie zu einem wichtigen Risikoindikator für das Management von Risiken in Kreditinstituten und Versicherungsunternehmen geworden. Die regelmässige Bewertung und der Vergleich mit dem Rating auf der einen Seite und den CDS-Spreads auf der anderen Seite können wesentliche Informationen über die gegenwärtige Bonität der Schuldner liefern.