Diese Zeitkomponente soll nun geändert und das Darlehen vorzeitig zurückgezahlt werden. Ist es besser, ein Annuitätendarlehen oder ein Bausparvertrag? Was ist die Vorfälligkeitsentschädigung für ein Annuitätendarlehen? Ab wann kann ich ein Annuitätendarlehen vorzeitig kündigen? Wo bekomme ich Angebote für ein Annuitätendarlehen?
Festzinsperiode
Im Bankgeschäft ist die Festzinsperiode der Zeitabschnitt, für den der im Darlehensvertrag festgelegte Satz fixiert ist (Festzinsdarlehen), ohne dass sich die aktuellen Marktzinsänderungen auf den festgelegten Satz auswirkten. Die Laufzeit wird für Darlehen benutzt, deren gesamte Laufzeit die Laufzeit der Zinsbindung überschreitet. Die Zinsfestschreibung muss nach Ende der Zinsbindung neu abgeschlossen werden.
Ziel der Zinsvereinbarung, die während einer gewissen Laufzeit konstant bleibt, ist es, dem Darlehensnehmer eine verlässliche Berechnungsgrundlage zu geben und ihn vom Zinsrisiko durch Marktfluktuationen zum Teil zu entlasten. Steigt das vergleichbare Marktzinsniveau während der Zinsbindungsdauer, sind die von der Zinsbindungsdauer profitierenden Darlehen nicht beeinträchtigt; der Darlehensnehmer hingegen profitiert nicht von sinkenden Marktzinssätzen, sondern muss weiter den erhöhten Festzinssatz auszahlen.
Die Kreditvergabe erfolgt sowohl im Firmenkreditgeschäft als auch im Konsumentenkreditgeschäft über feste Zinsbindungen. Die Zinsbindung beginnt bei Darlehen an Unternehmen in der Regel bei einem Kalendermonat. Der Darlehensnehmer hat nach dem Auslaufen dieser Zinsbindung die Möglichkeit, das Darlehen ganz oder zum Teil zurückzuzahlen oder eine neue Zinsbindung zu beschließen („Rollover“).
Korrespondierende Darlehensverträge haben daher eine höhere Laufzeiten als die im Rahmen dieser Vereinbarungen zu vereinbarende Zinsbindung. Bei Auslaufen einer neuen Zinsbindung wird eine regelmäßige Anpassung des Zinssatzes (in der Regel alle 1, 3, 6 oder 12 Monaten zu festen Terminen) auf der Grundlage eines exakt vorgegebenen Referenzzinssatzes (z.B. Eurobarometer, LIBOR) abgeschlossen.
Die Kreditverzinsung besteht dann aus zwei Bestandteilen, und zwar dem festgelegten Referenzzinssatz zuzüglich einer festen Prämie (Marge). Die Zinsbindungsdauer kann auch hier variieren. Die Folgefinanzierung muss nach Ende der Zinsbindung aushandelt werden. Eine Kündigung durch den Darlehensnehmer während der Festzinsperiode ist gemäß 489 BGB generell auszuschließen.
Bei Verbraucherkreditverträgen, bei denen das Kreditgeschäft nicht durch eine Hypothek oder ein Pfandrecht besichert ist, kann der Darlehensnehmer das Kreditverhältnis trotz eines festen Zinssatzes gemäß 489 Abs. 1 Nr. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches nach sechs Monate nach Eingang des Kredites mit einer Frist von drei Monaten auflösen. Die Banken sind prinzipiell nicht zur Rückzahlung von durch Grundpfandrechte gesicherten Krediten vor Ende der Zinsbindungsfrist verpflichte.
Im gerechtfertigten Einzelfall müssen die Institute jedoch einer vorgezogenen Tilgung zugestimmt haben. Im Falle der Immobilienfinanzierung sind die Institute dazu angehalten, eine frühzeitige Tilgung des Kredits durch den Anschaffungspreis – auch während der Festzinsperiode – zuzulassen[3]. Dem Darlehensnehmer steht prinzipiell die Möglichkeit der frühzeitigen Tilgung eines Hypothekendarlehens zu, wenn dies für den (beabsichtigten) Immobilienverkauf notwendig ist[4].