„Sofort Girokonto“ kann ein schnell eröffnetes Girokonto oder die frühere Zahlungsart SOFORT beim Onlineshopping meinen. In Deutschland wird kein Girokonto unter genau diesem Produktnamen geführt.
SOFORT nutzte ein bestehendes Bankkonto für Onlinezahlungen. Wie schnell Sie ein neues Girokonto nutzen können, hängt von der Bank und ihrer Identitätsprüfung ab.
SOFORT war eine Zahlungsart
Bei der früheren Sofortüberweisung wählten Kundinnen und Kunden an der Kasse eines Onlineshops eine Zahlung über ihr bestehendes Konto aus. Sie meldeten sich dafür mit Onlinebanking-Daten an und bestätigten die Zahlung. Der Zahlungsdienst konnte dem Händler die Zahlung bestätigen, bevor das Geld auf dessen Konto eingegangen war. Die Bestätigung bedeutete daher nicht zwingend, dass der Händler das Geld bereits erhalten hatte.
Klarna kündigte im Juli 2024 an, Sofortüberweisung mit den eigenen Zahlungsdiensten zusammenzuführen. Für Händler, die Stripe nutzten, endete die Möglichkeit, SOFORT als eigenständige Zahlungsart anzubieten, laut Stripe am 31. März 2025. Das gilt für diesen Zahlungsanbieter und belegt nicht, dass der Name oder der Zahlungsweg in jedem Shop zum selben Zeitpunkt verschwunden ist.
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Klarna zufolge wurden die Onlinebanking-Daten bei der früheren Sofortüberweisung nicht gespeichert. Das ist eine Aussage des Anbieters. Wenn Sie bei einem Zahlungsdienst Bankdaten eingeben, prüfen Sie vor der Bestätigung den angezeigten Empfänger, den Betrag und den konkreten Zahlungsauftrag.

Echtzeitüberweisung statt SOFORT
Eine SEPA-Echtzeitüberweisung ist eine Überweisung direkt von einem Bankkonto auf ein anderes. Sie ist von der früheren SOFORT-Zahlung im Onlineshop zu unterscheiden. Echtzeitüberweisungen laufen rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. Das Geld kommt normalerweise innerhalb weniger Sekunden an, in der Regel spätestens nach zehn Sekunden.
Anbieter von Zahlungsdiensten im Euroraum müssen seit 2025 Vorgaben zum Empfang und Versand solcher Überweisungen einhalten. Die Gebühr für eine Echtzeitüberweisung darf nicht höher sein als die für eine entsprechende normale Überweisung. Banken müssen außerdem vor der Überweisung eine Prüfung anbieten, ob Name und Kontokennung des Empfängers zusammenpassen. Diese Prüfung ist für Zahlende kostenfrei.
Eine Echtzeitüberweisung steht nicht automatisch an jeder Ladenkasse zur Verfügung. Und sobald die Überweisung ausgeführt wurde, lässt sie sich in der Regel nicht einfach zurückholen. Kontrollieren Sie deshalb Empfänger und Kontodaten vor dem Absenden sorgfältig. Die Empfängerprüfung hilft, Fehler zu erkennen, verhindert aber nicht jeden Betrug.
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Ein Girokonto schneller eröffnen
Wie lange die Eröffnung dauert, hängt von der Bank ab. Sie nimmt zuerst Ihren Antrag entgegen und prüft Ihre Identität. Danach richtet sie das Konto ein und stellt Ihre Zugangsdaten bereit. Eine einheitliche Frist für alle Banken gibt es nicht. Prüfen Sie deshalb in den aktuellen Bedingungen des Anbieters, ob eine sofortige IBAN oder Kontonutzung tatsächlich zugesagt wird.
Vergleichen Sie nicht nur, ob ein Konto als „kostenlos“ beworben wird. Wichtig ist, ob Gebühren nur unter bestimmten Bedingungen entfallen, zum Beispiel bei regelmäßigem Geldeingang. Prüfen Sie außerdem, welche Karten enthalten sind, wo Sie Bargeld abheben können und wie hoch der Dispozins ist. Auch Filialzugang sowie Online- und App-Banking können für Ihre Entscheidung wichtig sein.
Die BaFin bietet ein Vergleichsportal für Giro- und Basiskonten in Deutschland. Es spricht keine Empfehlungen aus. Bevor Sie ein Konto eröffnen, vergleichen Sie die Angaben im Portal mit dem aktuellen Preisverzeichnis und den Bedingungen der Bank.


