Wenn Sie Geld sofort überweisen möchten, bezeichnet „Blitzüberweisung“ meist eine Echtzeitüberweisung: Das Geld geht innerhalb weniger Sekunden auf dem Konto der empfangenden Person ein – auch am Wochenende und an Feiertagen.
Manche Banken nennen auch eine gesonderte Eilüberweisung „Blitzüberweisung“, für die eigene Bedingungen gelten. Prüfen Sie in der Banking-App oder im Preisverzeichnis, welche Zahlung Ihre Bank meint.
Blitzüberweisung oder Echtzeitüberweisung?
Eine Echtzeitüberweisung läuft über den europäischen Zahlungsverkehr. Die Bank des Empfängers muss das Geld in der Regel innerhalb von zehn Sekunden verfügbar machen, sobald sie den Auftrag erhalten hat und die Zahlung erfolgreich verarbeitet wurde. Sie können sie an jedem Kalendertag und zu jeder Uhrzeit beauftragen.
Eine Eilüberweisung ist ein Angebot der jeweiligen Bank. Die Bank bestimmt den Ablauf und die Dauer der Überweisung. Sie legt auch fest, wer den Service nutzen kann und welche Kosten anfallen. So bezeichnet eine Bank damit beispielsweise einen gesonderten Service für Geschäftskunden, während eine andere „Blitzüberweisung“ als alltagssprachlichen Namen für ihre Echtzeitüberweisung nutzt. Verlassen Sie sich bei einer Eilüberweisung daher nicht auf die Zehn-Sekunden-Regel.
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So schnell kommt das Geld an
Bei einer erfolgreichen Echtzeitüberweisung schreibt die Bank den Betrag meist innerhalb von Sekunden gut. Schlägt die Ausführung fehl oder erhält die Bank nicht rechtzeitig eine Bestätigung, muss sie Sie informieren. Wird die Zahlung nicht innerhalb der vorgesehenen zehn Sekunden bestätigt, muss Ihr Konto nach den geltenden Regeln wieder auf den vorherigen Stand gebracht werden.
Nicht jede Überweisung wird automatisch als Echtzeitüberweisung ausgeführt. Bei vielen Banken wählen Sie diese Option im Onlinebanking aus. Eine normale Überweisung bleibt weiterhin möglich. Außerdem können Ihr persönliches Überweisungslimit und die Grenzen Ihrer Bank gelten. Prüfen Sie deshalb vor dem Auftrag, ob Ihr Betrag innerhalb des verfügbaren Limits liegt.
Regeln für Echtzeitüberweisungen seit 2025
Für Banken und andere erfasste Zahlungsdienstleister im Euroraum gelten seit 2025 neue Vorgaben. Seit dem 9. Januar 2025 müssen sie Echtzeitüberweisungen in Euro empfangen können. Seit dem 9. Oktober 2025 müssen sie Kundinnen und Kunden, die normale Überweisungen anbieten, auch das Senden von Echtzeitüberweisungen ermöglichen.
Die Kosten dürfen nicht höher sein als für eine vergleichbare normale Überweisung bei derselben Bank. Das bedeutet nicht, dass jede Echtzeitüberweisung kostenlos ist: Kostet die entsprechende normale Überweisung laut Kontomodell etwas, darf auch die Echtzeitvariante kostenpflichtig sein. Die Prüfung von Name und IBAN muss dagegen kostenlos angeboten werden.
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Kosten für Echtzeit- und Eilüberweisungen
Einen einheitlichen Preis für eine „Blitzüberweisung“ gibt es nicht. Bei der Echtzeitüberweisung richtet sich die zulässige Gebühr nach dem Preis für eine vergleichbare Standardüberweisung. Bei einer separaten Eilüberweisung gelten die Konditionen der jeweiligen Bank.
Prüfen Sie vor dem Absenden die angezeigten Kosten und Ihr Kontomodell. Achten Sie besonders darauf, wenn die Banking-App mehrere Optionen anbietet oder die Bank „Blitzüberweisung“ sagt, ohne die Zahlungsart klar zu benennen.

Name-IBAN-Prüfung bei Überweisungen
Vor einer Überweisung prüft die Bank, ob der angegebene Name zum Konto mit der eingegebenen IBAN passt. Diese Empfängerprüfung gilt für Echtzeit- und normale Überweisungen und muss kostenlos sein. Bei einer Abweichung erhalten Sie einen Hinweis. Sie können anschließend selbst entscheiden, ob Sie die Zahlung trotzdem freigeben.
Auch wenn Name und IBAN übereinstimmen, ist damit nicht bestätigt, dass die Zahlungsaufforderung seriös ist. Die Prüfung vergleicht Name und IBAN, sie kontrolliert nicht, ob ein Händler, eine Nachricht oder eine angebliche Rechnung echt ist. Nutzen Sie dafür nur Ihre gewohnte Banking-App oder das Onlinebanking. Geben Sie dafür keine Zugangsdaten über einen Link in einer Nachricht oder am Telefon weiter.
Warum eine falsche Zahlung schwer zurückzuholen ist
Sobald Sie eine Echtzeitüberweisung freigegeben haben und die Bank sie ausgeführt hat, lässt sie sich in der Regel nicht mehr widerrufen. Das gilt grundsätzlich auch für normale Überweisungen, doch bei einer Echtzeitzahlung bleibt weniger Zeit, um einen Fehler zu bemerken.
Wenn Sie Geld an die falsche Person überwiesen haben, kontaktieren Sie Ihre Bank sofort. Sie kann versuchen, den Betrag zurückzuholen. Eine Rückzahlung hängt jedoch unter Umständen davon ab, ob die empfangende Person zustimmt. Prüfen Sie deshalb vor der Freigabe den Namen, die IBAN und den Grund der Zahlung besonders genau, vor allem wenn eine Nachricht Sie unter Zeitdruck setzt.
Blitzüberweisung bei einem Kredit
Eine Echtzeitüberweisung betrifft die Übertragung des Geldes zwischen Konten. Sie beschleunigt die Prüfung eines Kreditantrags nicht und verpflichtet den Kreditgeber auch nicht, den Kredit sofort auszuzahlen. Ob Geld nach einer Zusage schnell eingeht, hängt davon ab, wann der Kreditgeber die Auszahlung anweist und welche Zahlungsart er unterstützt.
Wenn ein Kreditangebot mit einer besonders schnellen Auszahlung wirbt, prüfen Sie die Bedingungen direkt beim Anbieter. Planen Sie feste Zahlungen nicht mit einer Auszahlung, deren Zeitpunkt Ihnen der Kreditgeber nicht verbindlich bestätigt hat.
Wie verbreitet Echtzeitüberweisungen sind
In einer Bundesbank-Befragung zur Nutzung im Onlinebanking gaben 13 Prozent der befragten Nutzerinnen und Nutzer an, Echtzeitüberweisungen immer zu verwenden, 18 Prozent häufig. Die Angaben stammen von einem Teil der Befragten. Sie beruhen auf deren eigenen Aussagen und zählen nicht alle Überweisungen.


