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KfW-Kredit für die Ausbildung

Junge erwachsene Person mit Notizbuch nach der Arbeit.
KI-generiertes Symbolbild

Wer während einer schulischen Ausbildung oder eines fortgeschrittenen Studiums Geld braucht, kann unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 7.200 Euro als Bildungskredit bekommen. Eine betriebliche duale Ausbildung reicht dafür nicht automatisch aus.

Der Bildungskredit muss zurückgezahlt werden. Das Bundesverwaltungsamt prüft den Antrag, die KfW zahlt den Kredit aus. Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) ist ein Zuschuss der Bundesagentur für Arbeit. Bei einer dualen Berufsausbildung sollte man zuerst prüfen, ob man Anspruch darauf hat.

Wer den KfW-Bildungskredit erhält

Für den Bildungskredit müssen Alter, Ausbildungsform und Ausbildungsstand passen. Laut KfW muss man eine Vollzeitausbildung an einer Hochschule oder Schule machen, die nach den BAföG-Regeln anerkannt ist. Teilzeitausbildungen und nicht anerkannte Schulen sind ausgeschlossen.

Bei einer schulischen Ausbildung kommt die Förderung grundsätzlich in der Schlussphase infrage. Die Ausbildung muss zu einem berufsqualifizierenden Abschluss führen oder eine bereits abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzen. Ob eine konkrete Schule und Ausbildung die Bedingungen erfüllen, entscheidet das Bundesverwaltungsamt. Ein Anspruch auf Bewilligung besteht nicht.

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Für eine betriebliche duale Ausbildung ist der Bildungskredit daher nicht automatisch die passende Förderung. Wer eine anerkannte betriebliche Ausbildung macht, sollte prüfen, ob BAB infrage kommt. Sie ist ein Zuschuss und muss bei Anspruch nicht zurückgezahlt werden. Für schulische Ausbildungen gibt es BAB dagegen nicht.

Lebensmittel, Notizbuch und Taschenrechner auf einem Küchentisch.
KI-generiertes Symbolbild

Wie viel der KfW-Bildungskredit auszahlt

Der Bildungskredit wird in monatlichen Raten ausgezahlt. Pro Ausbildungsabschnitt sind maximal 7.200 Euro vorgesehen. Für einmalige Ausgaben, etwa teure Arbeitsmittel, lässt sich eine Vorauszahlung von bis zu 3.600 Euro beantragen. Sie wird auf den Gesamtbetrag angerechnet.

Wer die Vorauszahlung beantragt, erhält entsprechend weniger Geld in den monatlichen Raten.

Das Einkommen und Vermögen der antragstellenden Person sowie der Eltern spielen für die Bewilligung grundsätzlich keine Rolle. Das unterscheidet den Kredit von bedarfsabhängigen Förderungen. Den Kredit muss man trotzdem zurückzahlen.

Zinsen beim KfW-Bildungskredit

Der Zinssatz ist variabel und richtet sich nach dem Sechs-Monats-EURIBOR. KfW addiert einen Prozentpunkt dazu. KfW passt den Zinssatz jeweils zum 1. April und 1. Oktober an. Für den 1. Oktober 2026 nennt KfW einen effektiven Jahreszins von 4,09 Prozent. Dieser Wert ist eine Momentaufnahme und gilt nicht zwingend für die gesamte Laufzeit.

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Zinsen fallen ab der Auszahlung an. Während der Auszahlungszeit und bis zum Beginn der Rückzahlung muss man die Zinsen zunächst nicht zahlen. Sie bleiben aber bestehen. Deshalb kann die gesamte Rückzahlung höher ausfallen als der Betrag, den man erhalten hat. Vor dem Antrag sollte deshalb neben der monatlichen Auszahlung auch die spätere Belastung eingeplant werden.

Rückzahlung des KfW-Bildungskredits

Die Rückzahlung beginnt vier Jahre nach der ersten Auszahlung. Die monatliche Rate beträgt 120 Euro. Sie deckt Tilgung und Zinsen ab. Man kann den Kredit ganz oder teilweise zusätzlich zurückzahlen, ohne dafür Gebühren zu zahlen.

Auch die feste Monatsrate von 120 Euro kann ein knappes Budget belasten. Wer schon während der Ausbildung Schulden hat oder nach Ausbildungsende nur ein niedriges Einkommen erwartet, sollte die Rückzahlung in die Haushaltsplanung aufnehmen. Bei finanziellen Schwierigkeiten beraten anerkannte Schuldnerberatungsstellen kostenlos. Sie helfen, die eigene Lage einzuschätzen und Wege zu finden, neue Schulden zu vermeiden.

Zwei Personen planen ihre Rücklagen am Laptop.
KI-generiertes Symbolbild

KfW-Bildungskredit beantragen

Man stellt den Antrag online oder schriftlich beim Bundesverwaltungsamt. Das Amt prüft, ob die Ausbildung die Bedingungen erfüllt. Bei einer Bewilligung schließt die antragstellende Person anschließend den Kreditvertrag mit KfW ab.

Für den Antrag braucht man Nachweise zur Ausbildung oder Einschreibung. Je nach Ausbildungsweg verlangt das Bundesverwaltungsamt außerdem Belege zum Ausbildungsfortschritt. Man sollte diese Unterlagen vor dem Antrag bereitlegen. Wenn unklar ist, welche Nachweise im eigenen Fall nötig sind, kann man direkt beim Bundesverwaltungsamt nachfragen.

BAB und weitere Förderungen

Bei einer dualen betrieblichen Ausbildung sollte man zuerst prüfen, ob man die persönlichen Voraussetzungen für BAB erfüllt. BAB ist ein Zuschuss und muss nicht zurückgezahlt werden.

Wer sich beruflich fortbildet, um einen höheren Berufsabschluss zu erreichen, sollte auch das Aufstiegs-BAföG prüfen. Das Aufstiegs-BAföG ist ein eigenes Programm. Es kann Zuschüsse und zusätzlich einen KfW-Kredit umfassen.

Der Bildungskredit lässt sich mit BAföG, dem BAföG-Bankdarlehen und dem KfW-Studienkredit kombinieren. Der Bildungskredit muss trotzdem zurückgezahlt werden und hat einen variablen Zinssatz. Vor der Entscheidung sollte man prüfen, ob die konkrete Ausbildung die Voraussetzungen erfüllt und ob das erwartete Einkommen zur späteren Rückzahlung passt.

Dieser Ratgeber bietet allgemeine Orientierung. Er ersetzt keine Prüfung Ihrer persönlichen Vertrags- und Finanzsituation. Angebote erhalten Sie beim jeweiligen Anbieter.

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