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Rechner für den Hauskauf

Zwei Personen vergleichen Unterlagen am Esstisch.
KI-generiertes Symbolbild

Wer in Deutschland ein Haus kaufen möchte, nutzt drei Rechner für unterschiedliche Fragen: Der Kaufnebenkostenrechner schätzt die zusätzlichen Kaufkosten. Aus Einkommen und Ersparnissen leitet der Budgetrechner einen möglichen Kaufpreis ab. Der Kreditrechner berechnet Monatsrate und Restschuld.

Planen Sie neben Kaufpreis und Monatsrate auch Geld für Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch ein. Berücksichtigen Sie außerdem mögliche Maklerkosten und spätere Reparaturen.

Welchen Rechner brauchen Sie?

Ein Kaufnebenkostenrechner beantwortet die Frage, wie viel Geld zusätzlich zum Kaufpreis anfällt. Er berücksichtigt je nach Eingabe Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie eine mögliche Maklerprovision. Das Ergebnis ist eine erste Schätzung der einmaligen Kaufkosten.

Ein Budgetrechner vergleicht Ihr Einkommen und Ihre Ausgaben mit dem verfügbaren Eigenkapital. Eigenkapital ist das Geld, das Sie selbst in den Kauf einbringen. So sehen Sie, welcher Kaufpreis in Ihrem finanziellen Rahmen liegen könnte. Prüfen Sie, ob der Rechner die Kaufnebenkosten einbezieht und ob Sie Ausgaben nach dem Umzug anpassen können.

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Ein Kreditrechner berechnet Werte für das Darlehen. Je nach Eingabe zeigt er zum Beispiel die Monatsrate, die Restschuld am Ende der Zinsbindung oder die voraussichtliche Laufzeit. Während der Zinsbindung bleibt der vereinbarte Kreditzins gleich. Der Rechner ersetzt weder Ihre Haushaltsrechnung noch ein konkretes Finanzierungsangebot.

Taschenrechner und Holzscheiben als Symbol für Kreditkosten.
KI-generiertes Symbolbild

Kaufnebenkosten richtig ansetzen

Die Grunderwerbsteuer richtet sich nach dem Bundesland. Prüfen Sie im Rechner die Steuer und die Notar- und Grundbuchkosten für den Standort der Immobilie.

Die Maklerprovision richtet sich nach der Vereinbarung und der Art des Kaufs. Sie ist nicht einheitlich festgelegt. Bei vielen Transaktionen zahlt die Käuferseite bis zu 3,57 Prozent inklusive Mehrwertsteuer. Für Verbraucher gelten beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses besondere gesetzliche Regeln zur Verteilung der Maklerkosten. Prüfen Sie deshalb den Vertrag, statt mit einem festen Prozentsatz zu rechnen.

Ein Immobilienkaufvertrag muss notariell beurkundet werden. Die Notarkosten gehören daher in die Kaufkalkulation. Die genannten Prozentwerte sind Schätzungen. Die Gesamtsumme hängt davon ab, welche Kosten der Rechner einbezieht und welche Annahmen er trifft.

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Kaufnebenkosten bei 300.000 Euro

In einem Rechenbeispiel von Interhyp beträgt der Kaufpreis 300.000 Euro. Das Beispiel setzt 5 Prozent Grunderwerbsteuer, 2 Prozent für Notar und Grundbuch sowie eine Maklerprovision von 3 Prozent zuzüglich Mehrwertsteuer an. Das sind 15.000 Euro Steuer, 6.000 Euro für Notar und Grundbuch und 10.710 Euro Maklerkosten. Rechnet man angenommene 6.000 Euro Umzugskosten dazu, ergeben sich zusätzliche Ausgaben von 37.710 Euro.

Dasselbe Beispiel rechnet weitere 32.000 Euro für Renovierung und Einrichtung ein. Einschließlich Kaufpreis ergibt das 369.710 Euro. Die Zahlen gelten nur für dieses Beispiel. Die Kosten für Umzug, Renovierung und Einrichtung hängen von der Immobilie und Ihren Plänen ab. Einfache Kaufnebenkostenrechner lassen diese Ausgaben häufig außen vor.

Die tragbare Rate berechnen

Ihre Monatsrate ist tragbar, wenn nach der Zahlung genug Geld für die übrigen Ausgaben bleibt. Vergleichen Sie dafür Ihre tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben. Mit Kontoauszügen der vergangenen drei bis sechs Monate erkennen Sie regelmäßige Kosten und gelegentliche Ausgaben. Rechnen Sie auch damit, dass sich nach dem Umzug Kosten ändern, zum Beispiel für Heizung, Versicherungen, Grundsteuer oder den Arbeitsweg.

Die Verbraucherzentrale nennt als grobe Bankregel eine Kreditrate von höchstens 40 Prozent des Nettoeinkommens. Dieser Richtwert passt nicht zu jedem Haushalt. Wer hohe Fixkosten hat, unsicheres Einkommen bezieht oder mit Veränderungen rechnen muss, braucht mehr Spielraum. Auch eine niedrigere Rate zeigt allein nicht, ob die Finanzierung tragbar ist. Entscheidend ist, wie viel Geld nach allen laufenden Ausgaben übrig bleibt und welche Reserve Sie behalten.

Legen Sie als Eigentümer zusätzlich Geld für Reparaturen zurück. Die Verbraucherzentrale nennt als grobe Orientierung jährlich etwa 2 Prozent des Gebäudewerts, ohne den Grundstückswert. Der tatsächliche Bedarf hängt vom Zustand und Alter des Hauses ab; größere Arbeiten können lange ausbleiben und dann hohe Kosten verursachen. Nutzen Sie den Richtwert als erste Orientierung und prüfen Sie, welche Modernisierungen am Haus absehbar sind.

Hände mit Vertragsunterlagen und Stift am Tisch.
KI-generiertes Symbolbild

Rechnergebnisse richtig prüfen

Prüfen Sie vor der Nutzung des Ergebnisses Ihre Eingaben und welche Kosten der Rechner berücksichtigt:

  • Bundesland und Kaufpreis stimmen.
  • Maklerkosten entsprechen der Vereinbarung; bei einem Privatkauf ohne Makler stehen sie auf null.
  • Eigenkapital, Darlehensbetrag, Sollzins, Tilgung und Zinsbindung entsprechen Ihrer Planung.
  • Umzug, Einrichtung, Renovierung und Rücklagen sind berücksichtigt, sofern der Rechner sie nicht einbezieht.

Vergleichen Sie anschließend mehrere Kreditangebote. Das Ergebnis eines Rechners ist eine Modellrechnung. Es legt nicht fest, zu welchen Konditionen eine Bank Ihnen einen Kredit gibt. Prüfen Sie auch, wie viel Restschuld nach Ende der Zinsbindung bleibt und wie sich eine höhere Rate oder zusätzliche Tilgung auswirkt.

Dieser Ratgeber bietet allgemeine Orientierung. Er ersetzt keine Prüfung Ihrer persönlichen Vertrags- und Finanzsituation. Angebote erhalten Sie beim jeweiligen Anbieter.

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