Klarheit vor dem Kredit.So arbeiten wir
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Kreditmakler: Angebote und Kosten

Hände mit Vertragsunterlagen und Stift am Tisch.
KI-generiertes Symbolbild

Wer in Deutschland einen Ratenkredit, eine Autofinanzierung oder eine Baufinanzierung sucht, kann einen Kreditmakler nutzen. Er vermittelt Angebote und unterstützt beim Antrag. Über die Zusage entscheidet die Bank oder ein anderer Kreditgeber.

Welche Regeln gelten, hängt von der Kreditart ab. Prüfen Sie, ob der Makler für diese Vermittlung zugelassen ist, welche Kreditgeber er berücksichtigt und wie er bezahlt wird. Für allgemeine Verbraucherkredite ist ab dem 20. November 2026 ein neues Erlaubnis- und Registrierungssystem vorgesehen.

Was ein Kreditmakler macht

Ein Kreditmakler bringt Kreditnehmer und Kreditgeber zusammen. Je nach Angebot vergleicht er Kreditmöglichkeiten, hilft beim Zusammenstellen der Unterlagen und begleitet den Antrag. Der Makler kann die Suche vereinfachen. Welche Kreditgeber er berücksichtigt, entscheidet darüber, ob er den gesamten Markt prüft.

Die Bank oder der andere Kreditgeber prüft die Bonität und entscheidet über die Vergabe. Ein Makler kann keine Kreditzusage garantieren. Die Prüfung der Kreditwürdigkeit bleibt Aufgabe des Kreditgebers.

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Rechtlich wird zwischen Immobiliar-Verbraucherdarlehen, etwa vielen Baufinanzierungen, und allgemeinen Verbraucherkrediten wie Ratenkrediten unterschieden. Geschäftskredite fallen nicht automatisch unter dieselben Regeln wie Verbraucherdarlehen.

Zwei Personen vergleichen Unterlagen am Esstisch.
KI-generiertes Symbolbild

Welche Erlaubnis gilt für Kreditmakler?

Für die gewerbliche Vermittlung von Immobiliar-Verbraucherdarlehen ist grundsätzlich eine Erlaubnis nach § 34i der Gewerbeordnung erforderlich. Der Vermittler muss zuverlässig sein, geordnete Vermögensverhältnisse nachweisen und über die nötige Sachkunde verfügen. Vermittler müssen außerdem in einem Register geführt werden. Prüfen Sie bei einer Baufinanzierung, ob der Anbieter für diese Tätigkeit eingetragen ist.

Am 30. Oktober 2026 gilt für andere Kredite, darunter viele Ratenkredite, grundsätzlich noch § 34c der Gewerbeordnung. Eine wichtige Ausnahme betrifft Unternehmen, die Kredite ausschließlich vermitteln, um eigene Waren oder Dienstleistungen zu finanzieren.

Ab dem 20. November 2026 soll für die gewerbliche Vermittlung und Beratung zu allgemeinen Verbraucherkrediten § 34k der Gewerbeordnung gelten. Vermittler brauchen dann unter anderem eine Erlaubnis. Sie müssen ihre Sachkunde nachweisen, sich registrieren lassen und sich weiterbilden. Vermittler mit einer bestehenden Erlaubnis nach § 34c können laut IHK-Übergangsregelung bis zum 31. Mai 2027 einen Antrag im vereinfachten Verfahren stellen. Ihre bisherige Erlaubnis gilt während der Übergangszeit weiter, längstens bis zum 19. November 2027.

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So wird der Makler bezahlt

Bei Baufinanzierungen erhalten Vermittler häufig eine Provision vom Kreditgeber, wenn ein Darlehen zustande kommt. Für Immobiliar-Verbraucherdarlehen muss der Vermittler unter anderem offenlegen, ob er an bestimmte Kreditgeber gebunden ist und ob er Beratung anbietet. Außerdem muss er angeben, wie seine Vergütung berechnet wird. Ist die genaue Höhe zunächst noch nicht bekannt, muss sie später mitgeteilt werden.

Fragen Sie konkret, welche Kreditgeber in den Vergleich einfließen und ob der Makler eine Provision oder andere Vorteile erhält. Ein großes Angebot an Partnerbanken bedeutet nicht automatisch, dass alle verfügbaren Kredite berücksichtigt werden.

Bei Baufinanzierungen gibt es außerdem den gesetzlich geregelten Honorar-Immobiliardarlehensberater. Er muss eine ausreichende Zahl am Markt verfügbarer Darlehensverträge prüfen und darf keine Zuwendungen von Kreditgebern annehmen oder von ihnen abhängig sein. Die Bezeichnung „unabhängig“ allein belegt diesen rechtlichen Status nicht.

Bei Verbraucherkrediten muss der Vermittlungsvertrag schriftlich geschlossen werden; seine Bedingungen sind Ihnen in Textform mitzuteilen. Legen Sie mögliche Auslagen ausdrücklich im Vertrag fest und lassen Sie sich jede Gebühr erklären. Verbraucherzentralen warnen vor Vorauszahlungen für einen Kredit, der noch gar nicht ausgezahlt wurde.

Was ein Kreditvergleich zeigt

Über einen Kreditmakler erhalten Sie mehrere Angebote und Unterstützung bei der Antragstellung. Bei Baufinanzierungen ist die Vermittlung ein wichtiger Vertriebsweg.

Ein über einen Makler vermittelter Kredit ist nicht automatisch günstiger als ein Kredit, den Sie direkt bei einer Bank abschließen.

Bewerten Sie den angebotenen Zinssatz zusammen mit dem effektiven Jahreszins und dem Gesamtbetrag, den Sie zurückzahlen. Beziehen Sie auch die Laufzeit und die monatliche Rate in den Vergleich ein. Ein niedrigerer Monatsbetrag kann durch eine längere Laufzeit mit höheren Gesamtkosten einhergehen.

Taschenrechner und Holzscheiben als Symbol für Kreditkosten.
KI-generiertes Symbolbild

Was Sie vor dem Kreditantrag prüfen sollten

Klären Sie vor der Weitergabe Ihrer Unterlagen diese Punkte:

  • Ist der Vermittler für die konkrete Kreditart zugelassen und, falls erforderlich, registriert?
  • Welche Kreditgeber vergleicht er, und bestehen Bindungen oder Einschränkungen?
  • Wie wird der Vermittler bezahlt, und fällt für Sie eine separate Gebühr an?
  • Stehen alle Kosten und Leistungen verständlich im Vermittlungsvertrag?
  • Passt die Rate dauerhaft zu Ihrem Haushaltsbudget, auch wenn unerwartete Ausgaben anfallen?

Seien Sie besonders vorsichtig bei Versprechen einer sicheren Kreditzusage oder bei Forderungen nach Geld, bevor ein Kredit bewilligt und ausgezahlt wurde. Eine schlechte Bonität lässt sich durch eine Vermittlung nicht einfach umgehen. Der Kreditgeber muss die Kreditwürdigkeit prüfen und entscheidet selbst über den Antrag.

Wenn die Rate nicht tragbar ist

Ein neuer Kredit ist keine verlässliche Lösung, wenn bestehende Raten bereits das Haushaltsbudget übersteigen. Prüfen Sie zunächst, ob sich Ausgaben senken oder mit Gläubigern andere Zahlungsvereinbarungen treffen lassen. Bei Zahlungsschwierigkeiten unterstützt Sie eine anerkannte, kostenfreie Schuldnerberatung dabei, Einnahmen, Ausgaben und Schulden zu ordnen und mögliche Schritte zu besprechen.

Eine Umschuldung kann sinnvoll sein, wenn sie die Gesamtkosten senkt und die neue Rate dauerhaft tragbar bleibt. Vergleichen Sie dafür die verbleibenden Kosten der bestehenden Kredite mit sämtlichen Kosten des neuen Darlehens. Eine niedrigere Monatsrate allein reicht als Entscheidungsgrundlage nicht aus.

Dieser Ratgeber bietet allgemeine Orientierung. Er ersetzt keine Prüfung Ihrer persönlichen Vertrags- und Finanzsituation. Angebote erhalten Sie beim jeweiligen Anbieter.

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