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Monatsrate für einen Kredit berechnen

Zwei Personen vergleichen Unterlagen am Esstisch.
KI-generiertes Symbolbild

Für die Monatsrate eines Ratenkredits brauchen Sie den Kreditbetrag, den Zinssatz und die Laufzeit. Bei gleichbleibenden Monatsraten verwenden Sie die Annuitätenformel. Sie berechnet die Rate aus diesen drei Angaben. „Kredit Formel“ bezeichnet keine bestimmte Kreditart.

Das Ergebnis ist ein Richtwert und ersetzt kein konkretes Kreditangebot. Für den Kostenvergleich verschiedener Verbraucherkredite dient der effektive Jahreszins.

So berechnen Sie die Monatsrate

Für einen vollständig zurückgezahlten Ratenkredit mit festem Zinssatz und gleichbleibenden Monatsraten lautet die Formel:

Monatsrate = K × r / (1 − (1 + r)^(-n))

Dabei steht K für den Kreditbetrag, r für den monatlichen Zinssatz als Dezimalzahl und n für die Anzahl der Monatsraten. Bei einem jährlichen Sollzins von 6 Prozent setzen Sie für die Monatsrechnung r = 0,06 / 12 ein. Bei einer Laufzeit von vier Jahren setzen Sie für n die Anzahl der Monatsraten ein.

Die Rate setzt sich aus Zinsen und Tilgung zusammen. Mit der Tilgung zahlen Sie den geliehenen Betrag zurück. Zu Beginn ist der Zinsanteil höher, weil noch mehr Restschuld offen ist. Mit jeder Zahlung sinkt die Restschuld. Dadurch wird der Zinsanteil kleiner und der Tilgungsanteil größer.

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Rechenbeispiel mit 15.000 Euro

Bei einem Kredit mit festem Sollzins und gleichbleibenden Monatsraten berechnet die Formel die Monatsrate. Über die gesamte Laufzeit zahlen Sie alle Monatsraten zurück. Wenn keine weiteren Kosten anfallen, entspricht die Differenz zwischen der Summe dieser Raten und dem Kreditbetrag den Zinsen.

Die Rechnung nimmt an, dass keine Gebühren oder Versicherungen hinzukommen und jede Rate am Monatsende fällig wird. Ihr tatsächliches Angebot kann deshalb andere Raten und Gesamtkosten ausweisen.

Taschenrechner und Holzscheiben als Symbol für Kreditkosten.
KI-generiertes Symbolbild

Monatsrate und effektiver Jahreszins

Die Formel schätzt die Rate anhand des Sollzinses; der effektive Jahreszins dient bei Verbraucherkrediten, die unter die Preisangabenverordnung fallen, als gesetzlich geregelte Vergleichsgröße. Er bezieht ein, wann Sie welche Beträge zahlen, und berücksichtigt bestimmte bekannte Kosten. Deshalb lässt er sich nicht einfach berechnen, indem Sie den Sollzins durch zwölf teilen.

Wenn Sie eine Zusatzleistung wie eine Versicherung nicht abschließen müssen, um den Kredit oder die angebotenen Konditionen zu erhalten, gelten für ihre Kosten andere gesetzliche Regeln. Ist die Zusatzleistung Voraussetzung, gelten besondere Vorgaben für die Kostenangabe. Prüfen Sie deshalb, ob die Versicherung freiwillig ist und welche Kosten sie verursacht.

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Vergleichen Sie Angebote nicht allein nach der Monatsrate. Eine längere Laufzeit senkt die Rate, erhöht aber bei sonst gleichen Bedingungen die Zeit, in der Zinsen anfallen. Für den Vergleich zählen daher auch der effektive Jahreszins und der Gesamtbetrag, den Sie zurückzahlen.

Was die Formel nicht abbildet

Die Rechnung setzt einen festen Zinssatz und gleichbleibende Monatsraten voraus. Sie berücksichtigt nicht automatisch Gebühren, Zusatzprodukte oder individuelle Konditionen. Auch sagt sie nichts darüber aus, ob ein Kreditgeber Ihren Antrag annimmt oder welchen Zinssatz er Ihnen persönlich anbietet.

Für einen ersten Kostenvergleich sollten Sie die Kreditbeträge, Laufzeiten und Rückzahlungsbedingungen möglichst gleich ansetzen. Achten Sie darauf, dass die ausgewiesenen Monatsraten zum Haushaltsbudget passen, auch wenn zusätzlich unregelmäßige Ausgaben anfallen. Die Deutsche Bundesbank veröffentlicht zwar Zinsreihen für Konsumentenkredite an private Haushalte, doch ein Durchschnittswert ist kein persönliches Angebot.

Anfängliche Monatsrate bei Immobilienkrediten schätzen

Für eine erste Schätzung der anfänglichen Monatsrate eines Annuitätendarlehens, also eines Immobilienkredits mit gleichbleibenden Raten, wird häufig diese vereinfachte Rechnung verwendet:

Anfängliche Monatsrate ≈ Kreditbetrag × (Sollzins + anfängliche Tilgungsrate) / 12

Setzen Sie den Sollzins und die anfängliche Tilgungsrate als jährliche Prozentsätze ein. Die Rechnung schätzt Ihre anfängliche Belastung, zeigt aber nicht die Restschuld am Ende der Zinsbindung. Dafür brauchen Sie auch die vereinbarte Dauer der Zinsbindung und den Rückzahlungsverlauf.

Hände mit Vertragsunterlagen und Stift am Tisch.
KI-generiertes Symbolbild

Umschuldung und vorzeitige Rückzahlung

Bei einer Umschuldung zählt die gesamte Belastung, nicht nur die niedrigere Monatsrate. Eine längere Laufzeit senkt die Rate. Vergleichen Sie deshalb die Rückzahlungssumme des neuen Kredits mit den noch ausstehenden Zahlungen Ihrer bestehenden Kredite. Rechnen Sie auch mögliche Kosten für eine vorzeitige Rückzahlung ein.

Für bestimmte allgemeine Verbraucherdarlehen mit festem Sollzins begrenzt das Bürgerliche Gesetzbuch eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung: Sie darf höchstens 1 Prozent des vorzeitig zurückgezahlten Betrags betragen, beziehungsweise 0,5 Prozent, wenn zwischen der vorzeitigen und der vereinbarten Rückzahlung höchstens ein Jahr liegt. Außerdem darf sie die Zinsen nicht übersteigen, die bis zur vereinbarten Rückzahlung noch angefallen wären. Ob eine Entschädigung anfällt und welche Regeln im Einzelfall gelten, hängt vom Vertrag und vom gesetzlichen Anwendungsbereich ab.

Wenn eine Rate bereits schwer zu bezahlen ist, löst ein neuer Kredit das Problem nicht automatisch. Wenden Sie sich zuerst an eine anerkannte Schuldnerberatung. Sie berät kostenfrei und bespricht mit Ihnen auch Alternativen zu einem weiteren Kredit.

Dieser Ratgeber bietet allgemeine Orientierung. Er ersetzt keine Prüfung Ihrer persönlichen Vertrags- und Finanzsituation. Angebote erhalten Sie beim jeweiligen Anbieter.

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