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Kredite vergleichen

KfW-Kreditzinsen vergleichen

Taschenrechner und Holzscheiben als Symbol für Kreditkosten.
KI-generiertes Symbolbild

Für einen KfW-Kredit in Deutschland gibt es keinen einheitlichen Zinssatz. Er hängt vom Förderprogramm und der Laufzeit ab; bei Wohnkrediten zählt auch, wie lange der Zinssatz festgeschrieben ist.

Vergleichen Sie Angebote für denselben Zweck und dieselbe Laufzeit. Berücksichtigen Sie neben dem Zinssatz auch mögliche Zuschüsse. Prüfen Sie außerdem weitere Kosten und die Förderbedingungen.

Wovon der KfW-Zins abhängt

Die KfW vergibt Kredite für unterschiedliche Vorhaben. Ein Kredit für selbst genutztes Wohneigentum folgt anderen Regeln als ein Darlehen für eine energetische Sanierung oder für ein Unternehmen. Auch bei einem Programm hängen die Konditionen davon ab, wie lange der Kredit läuft und der Zinssatz festgeschrieben ist. Die vereinbarte tilgungsfreie Anlaufzeit spielt ebenfalls eine Rolle. Während dieser Zeit zahlen Kreditnehmende zunächst keine Tilgung, sondern nur die vereinbarten Zinsen.

Bei Wohnkrediten hängen die Konditionen von der Lage am Kapitalmarkt ab. Die KfW legt den Zinssatz für jedes Angebot fest. Beim Wohneigentumsprogramm 124 gilt der bewilligte Zinssatz für die vereinbarte Zinsbindungsdauer. Deshalb lässt sich ein älterer Zinssatz oder ein Zinssatz für eine andere Laufzeit nicht ohne Weiteres auf ein aktuelles Angebot übertragen.

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Zwei Personen vergleichen Unterlagen am Esstisch.
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Nominalzins und Effektivzins

Der Sollzins, auch Nominalzins genannt, zeigt, wie hoch die Zinsen auf den Kreditbetrag sind. Der effektive Jahreszins berücksichtigt zusätzlich bestimmte Kosten und eignet sich deshalb besser für den Angebotsvergleich. Er enthält aber nicht unbedingt alle Kosten, die der Finanzierungspartner berechnet.

Vergleichen Sie deshalb den Effektivzins und die gesamten Kosten der Finanzierung. Fragen Sie nach zusätzlichen Gebühren und prüfen Sie, ob die Angebote dieselbe Kreditsumme, Laufzeit und Zinsbindung abdecken. Sonst wirkt ein Zinssatz günstiger, obwohl die Angebote unterschiedliche Bedingungen haben.

Drei KfW-Programme für Wohnimmobilien

Die Konditionen unterscheiden sich je nach Programm:

Programm Typischer Zweck Verifizierte Eckdaten
Wohneigentumsprogramm 124 Kauf oder Bau eines selbst genutzten Hauses oder einer Wohnung Bis zu 100.000 Euro Kredit; Laufzeiten bis zu 35 Jahren
Wohneigentum für Familien 308 Kauf einer Bestandsimmobilie durch berechtigte Familien, verbunden mit energetischer Sanierung Höchstbeträge von 140.000 bis 180.000 Euro, abhängig von den Familienbedingungen
Wohngebäude-Kredit 261 Sanierung eines Gebäudes zum Effizienzhaus oder Kauf eines entsprechend sanierten Hauses Bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit; zusätzlich sind Tilgungszuschüsse möglich

Für Programm 308 gelten Einkommensgrenzen. Die Grenze beginnt bei 90.000 Euro für eine Familie mit einem Kind und steigt für jedes weitere Kind um 10.000 Euro. Auch weitere Förderbedingungen müssen erfüllt sein.

In einer Mitteilung vom 30. Juli 2026 nannte die KfW für Programm 308 einen effektiven Jahreszins von 0,53 Prozent bei 35 Jahren Laufzeit und zehn Jahren Zinsbindung. Diese Kondition gilt nur für diese Programmvariante am genannten Stichtag und dient nicht als aktueller Richtwert für alle KfW-Kredite.

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Tilgungszuschüsse senken die Rückzahlung

Bei manchen Förderkrediten zählt neben dem Zinssatz ein Tilgungszuschuss. Er verringert den Betrag, den Kreditnehmende zurückzahlen müssen. Beim Wohngebäude-Kredit 261 hängt die Höhe des Zuschusses unter anderem davon ab, welchen Effizienzstandard das sanierte Gebäude erreicht und ob die weiteren Förderbedingungen erfüllt sind.

Ein Tilgungszuschuss senkt nicht den Zinssatz. Vergleichen Sie die Zinskosten und den Betrag, den Sie nach einem möglichen Zuschuss zurückzahlen müssen. Für einzelne Sanierungsmaßnahmen gelten außerdem andere Förderwege als für eine umfassende Gebäudesanierung.

Hände mit Vertragsunterlagen und Stift am Tisch.
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So erhalten Sie ein konkretes Angebot

Privatpersonen beantragen KfW-Kredite in der Regel über einen Finanzierungspartner, etwa eine Bank oder Sparkasse. Besprechen Sie dort Ihr Vorhaben und klären Sie, welches Förderprogramm dazu passt. Bei vielen Programmen müssen Sie den Antrag stellen, bevor Sie mit dem Vorhaben beginnen. Fragen Sie den Finanzierungspartner deshalb nach dem richtigen Zeitpunkt, bevor Sie einen Kauf abschließen oder Sanierungsarbeiten beauftragen.

Bitten Sie um ein schriftliches Angebot mit diesen Angaben: Förderprogramm, Kreditsumme, Laufzeit, Zinsbindung, möglicher tilgungsfreier Zeitraum, Sollzins, effektiver Jahreszins und Gesamtrückzahlung. Für einen fairen Vergleich müssen die Angebote dieselben Eckdaten verwenden. Ein KfW-Kredit ist nicht für alle die günstigste Lösung. Entscheidend sind, ob Sie die Förderung erhalten können und wie hoch die Gesamtkosten der Finanzierung sind.

Bei Unternehmenskrediten gelten andere Regeln

Wer mit „KfW-Kreditzinsen“ einen Unternehmenskredit meint, sollte Wohnbaukredite nicht als Maßstab nehmen. Beim ERP-Förderkredit KMU legt die Hausbank für jeden Betrieb einen individuellen Zinssatz fest. Dabei berücksichtigt sie unter anderem den Standort und die finanzielle Lage des Betriebs. Auch die Sicherheiten fließen in die Entscheidung ein. Für bestimmte junge Unternehmen in ausgewiesenen Fördergebieten gelten besondere Bedingungen.

Dieser Ratgeber bietet allgemeine Orientierung. Er ersetzt keine Prüfung Ihrer persönlichen Vertrags- und Finanzsituation. Angebote erhalten Sie beim jeweiligen Anbieter.

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