Vergleichen Sie Beiträge für Hausratversicherungen am besten nur dann, wenn Wohnort, Versicherungssumme, Selbstbeteiligung und Leistungen ähnlich sind. Nach einem versicherten Schaden bezahlt die Versicherung den Ersatz von Möbeln, Kleidung und Elektrogeräten, soweit der Vertrag das vorsieht. Ein günstiger Basistarif ist daher nicht mit einem Tarif vergleichbar, der auch Fahrräder oder Elementarschäden abdeckt.
Laut Finanztip zahlen viele Haushalte zwischen 30 und 200 Euro im Jahr. Der konkrete Beitrag richtet sich vor allem nach Adresse, Wohnfläche und gewünschtem Schutz; einen bundesweit gültigen Durchschnittspreis gibt es deshalb nicht.
Was Hausrat kostet
Die Beispiele zeigen, wie sehr Wohnort und versicherte Leistungen den Beitrag beeinflussen. Sie stammen aus unterschiedlichen Erhebungen und lassen sich nicht zu einem allgemeinen Durchschnitt zusammenrechnen.
| Erhebung und Annahmen | Jahresbeiträge | Einordnung |
|---|---|---|
| Finanztip, Preisabfrage im März 2025 für 100 m² | Wangerooge ab 29 Euro ohne und 42 Euro mit Elementarschutz | Die Abfrage setzte unter anderem Schutz bei grober Fahrlässigkeit, höchstens 250 Euro Selbstbeteiligung und keinen Fahrradschutz voraus. |
| Stiftung Warentest, Tarifstand 1. Januar 2026 | Gute Tarife ohne Elementarschutz am selben Ort ab etwa 60 Euro; ein Tarif mit ähnlichem Schutz kostete dort 105 Euro | Modellhaushalt mit 100-m²-Wohnung. Die Preise wurden für Ingolstadt und Bremerhaven ermittelt. |
| Finanztip, Kostenübersicht mit Stand 13. Oktober 2026 | 30 bis 200 Euro | Breite Orientierung, kein Angebot für ein bestimmtes Profil. |
Die Zahlen gelten jeweils für die genannten Annahmen und Erhebungszeitpunkte. Ein heutiges Angebot für eine andere Adresse oder einen anderen Leistungsumfang kann davon abweichen. Stiftung Warentest untersuchte 2026 insgesamt 237 Tarife von 89 Anbietern; 52 Angebote fielen durch. Der Test zeigt damit auch, dass ein niedriger Beitrag allein wenig über die Qualität des Schutzes aussagt.
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Warum Beiträge abweichen
Bei der Preisberechnung berücksichtigen Versicherer den Wohnort und wie viel Hausrat versichert ist. Deshalb beeinflussen die genaue Adresse und die Wohnfläche den Preis. Auch die Gebäudeart, frühere Schäden und die Frage, ob bereits eine Hausratversicherung bestand, beeinflussen die Angebote.
Zusätzliche Leistungen und eine Selbstbeteiligung verändern den Beitrag ebenfalls. Bei einer Selbstbeteiligung zahlt die versicherte Person im Schadenfall einen vereinbarten Teil selbst. Ein geringerer Beitrag ist nur dann ein Vorteil, wenn die mögliche Eigenzahlung zum eigenen Budget passt und der übrige Schutz ausreicht.
Welche Schäden die Hausratversicherung abdeckt
Zum üblichen Grundschutz gehören Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel sowie Einbruchdiebstahl. Elementarschutz, der je nach Tarif etwa Überschwemmung oder Rückstau abdeckt, ist häufig ein zusätzlicher Baustein. Diebstahl ohne Einbruch ist etwas anderes als Einbruchdiebstahl und ist nicht automatisch versichert.
Prüfen Sie bei jedem Tarif, welche Schäden versichert sind und welche Grenzen gelten. Unterschiede gibt es unter anderem bei grober Fahrlässigkeit, Wertsachen, Hotelkosten, Schäden durch Überspannung sowie beim Schutz außerhalb der Wohnung. Bei Fahrrädern prüfen Sie, ob die Versicherung auch Diebstahl außerhalb der Wohnung abdeckt und wie viel sie höchstens ersetzt. Für ein teures Fahrrad oder E-Bike kann ein eigener Fahrradschutz besser passen.
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Ein Vergleichsportal zeigt diese Unterschiede nicht immer vollständig. Prüfen Sie deshalb das konkrete Angebot und die Versicherungsbedingungen, auch wenn Sie Filter gesetzt haben.
Versicherungssumme passend wählen
Die Versicherungssumme sollte zum Neuwert des Hausrats passen. Als Orientierung verwenden Versicherer häufig 650 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Der Pauschalwert reicht nicht für jeden Haushalt. Bei besonders wertvoller Einrichtung, vielen Geräten oder großen Sammlungen kann der Hausrat mehr wert sein.
Ist die vereinbarte Summe niedriger als der tatsächliche Wert, liegt eine Unterversicherung vor. Dann kann der Versicherer die Entschädigung anteilig kürzen. Bei manchen Verträgen prüft der Versicherer unter bestimmten Bedingungen nicht, ob eine Unterversicherung vorliegt, wenn die Versicherungssumme nach einer Wohnflächenpauschale berechnet wurde. Entscheidend ist, was im jeweiligen Vertrag steht. Wenn Sie eine andere Summe wählen, gehen Sie Ihren Hausrat durch und prüfen Sie, wann der Vertrag auf eine Prüfung wegen Unterversicherung verzichtet.

Vergleichsportale richtig nutzen
Geben Sie in mehreren Vergleichsrechnern möglichst dieselben Angaben ein. Dazu gehören Adresse und Wohnfläche sowie Wohnungs- oder Haustyp. Ergänzen Sie Hausratwert, Selbstbeteiligung und gewünschte Zusatzbausteine. So sehen Sie, ob der niedrigere Beitrag durch einen günstigeren Tarif oder durch weniger Schutz zustande kommt.
Finanztip untersuchte 2026 Vergleichsportale anhand von 15 unterschiedlichen Profilen. Die Portale lieferten teils unterschiedliche Tarife und Preise. In dieser Untersuchung zeigte Check24 in 9 von 15 Abfragen am häufigsten den Bestpreis; Mr-Money und versicherung-online.net schnitten bei Filtern und durchschnittlicher Abweichung vom günstigsten Preis gut ab. Das Ergebnis gilt für die untersuchten Profile und den damaligen Erhebungszeitraum. Es lässt sich nicht automatisch auf jede Adresse oder jeden Leistungswunsch übertragen. Finanztip weist zudem darauf hin, dass sich angezeigte Tarife im Einzelfall wegen früherer Schäden, einer fehlenden Vorversicherung oder regionaler Risiken nicht abschließen lassen.
Vergleichen Sie mindestens zwei Portale und prüfen Sie anschließend die Versicherungsbedingungen des Tarifs. Achten Sie dabei darauf, ob der Beitrag jährlich oder monatlich ausgewiesen wird und ob alle gewünschten Bausteine enthalten sind.
Wann Zusatzschutz passt
Prüfen Sie Elementarschutz besonders dann, wenn Ihre Wohnung durch Überschwemmung oder Rückstau gefährdet ist. Der normale Grundschutz deckt solche Schäden nicht automatisch ab. Laut Verbraucherzentrale sind Schäden durch Starkregen und Hochwasser je nach Vertrag nur mit zusätzlichem Schutz versichert.
Fahrradschutz lohnt sich, wenn Sie ein wertvolles Rad regelmäßig außerhalb der Wohnung abstellen. Vergleichen Sie neben dem Aufpreis auch, wie viel die Versicherung bei Diebstahl höchstens zahlt und welche Bedingungen gelten. Glasversicherung und weitere Zusatzbausteine sollten ebenfalls zum tatsächlichen Bedarf passen. Wenn Sie einen Baustein nicht brauchen, lassen Sie ihn weg. Achten Sie aber darauf, dass dadurch kein wichtiger Schaden unversichert bleibt.


