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Günstige Sterbegeldversicherung finden

Hände mit Vertragsunterlagen und Stift am Tisch.
KI-generiertes Symbolbild

Wer Bestattungskosten absichern möchte, sollte bei einer Sterbegeldversicherung nicht nur den Monatsbeitrag vergleichen. Der Versicherer zahlt nach dem Tod die vereinbarte Summe aus. Wie teuer der Vertrag ist, hängt von der Versicherungssumme, der Beitragsdauer und den Auszahlungsbedingungen ab.

Ein niedriger Monatsbeitrag kann über viele Jahre hohe Gesamtkosten verursachen. Vergleichen Sie deshalb die garantierte Auszahlung mit den voraussichtlichen Beiträgen. Die veröffentlichten Preisbeispiele zeigen nicht zuverlässig, welche Versicherung am günstigsten ist, weil sie unterschiedliche Laufzeiten und Leistungen betreffen.

Wie die Sterbegeldversicherung auszahlt

Die Sterbegeldversicherung zahlt nach dem Tod der versicherten Person die vereinbarte Summe an die Person aus, die im Vertrag dafür genannt ist. Diese Person kann das Geld für die Bestattung nutzen. Je nach Vertrag ist die Auszahlung jedoch nicht auf Bestattungskosten beschränkt. Sie muss außerdem nicht genau der späteren Rechnung entsprechen.

Nach § 1968 BGB trägt grundsätzlich der Erbe die Kosten der Bestattung. Wer sicherstellen möchte, dass nach einem Todesfall kurzfristig Geld bereitsteht, kann dafür eine Sterbegeldversicherung abschließen. Eine Auszahlung hängt allerdings von den Vertragsbedingungen ab. Besonders wichtig sind Wartezeiten, die festlegen, ab wann und in welcher Höhe der volle Schutz gilt.

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Zwei Personen vergleichen Unterlagen am Esstisch.
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Monatsbeitrag und Gesamtkosten

Der Beitrag richtet sich unter anderem nach dem Eintrittsalter, der versicherten Summe und der Beitragsdauer. Wer früher beginnt, zahlt häufig weniger pro Monat, dafür aber über mehr Jahre. Wenn Sie die Beiträge nur über einen kürzeren Zeitraum zahlen, steigt meist der Monatsbeitrag. Über die gesamte Laufzeit zahlen Sie dadurch möglicherweise weniger Beiträge.

Bestattungskosten realistisch einschätzen

Die passende Versicherungssumme hängt von der gewünschten Bestattung und den in der Schätzung enthaltenen Kosten ab. Die Verbraucherzentrale nennt für einfache Bestattungen etwa 3.000 bis 5.000 Euro. Stiftung Warentest beziffert eine Urnenbestattung mit Grab auf ungefähr 3.500 Euro und eine Erdbestattung auf mindestens 5.000 Euro. Andere Kalkulationen schließen zusätzliche Kosten wie Grabstein oder spätere Grabpflege ein und fallen deutlich höher aus.

So weist eine 2024 veröffentlichte Schätzung der Allianz 7.210 Euro für eine Erdbestattung und 6.460 Euro für eine Urnenbestattung aus. Für diese Beträge wurden bestimmte Kosten für Friedhofsgebühren, Grabgestaltung und Pflege angenommen. Sie sind daher nicht direkt mit einer Kalkulation für eine einfache Bestattung vergleichbar. Auch Friedhofsgebühren unterscheiden sich nach Ort.

Erstellen Sie vor einem Versicherungsvergleich eine eigene Kostenschätzung. Ziehen Sie Geld ab, das bereits für die Bestattung verfügbar ist. Eine Versicherungssumme, die deutlich über dem voraussichtlichen Bedarf liegt, erhöht den Beitrag, ohne automatisch einen entsprechenden Mehrwert zu schaffen.

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Wartezeit und Überschüsse prüfen

Einige Tarife verzichten auf Gesundheitsfragen und sehen dafür eine Wartezeit vor. Während dieser Zeit gilt bei einem Todesfall je nach Vertrag eine eingeschränkte Leistung. In der Untersuchung von Stiftung Warentest aus dem Jahr 2024 hatten 27 von 32 Angeboten eine Wartezeit von einem, zwei oder drei Jahren. Fünf Angebote kamen ohne Wartezeit aus, fragten dafür aber nach der Gesundheit. Manche Tarife zahlen während der Wartezeit einen Teilbetrag aus.

Bei der HanseMerkur beträgt die Wartezeit für einen nicht durch einen Unfall verursachten Todesfall 36 Monate. Stirbt die versicherte Person in dieser Zeit, sieht der Tarif laut Anbieter die Rückzahlung der Beiträge zuzüglich Überschüssen vor. Prüfen Sie die entsprechende Regel im konkreten Vertrag, statt sich auf eine allgemeine Beschreibung zu verlassen.

Der Versicherer kann Überschüsse zusätzlich zahlen. Wenn der Vertrag sie als unverbindlich bezeichnet, gehören sie nicht zur garantierten Auszahlung. Bei einigen Tarifen werden Überschüsse mit dem Beitrag verrechnet. Dadurch sinkt der aktuell fällige Beitrag. Lassen Sie sich den garantierten Beitrag nennen und fragen Sie, welche Erhöhungen möglich sind und welchen Höchstbeitrag der Tarif vorsieht. Klären Sie außerdem, welchen Betrag der Vertrag bei Kündigung oder bei Zahlungsschwierigkeiten vorsieht.

Taschenrechner und Holzscheiben als Symbol für Kreditkosten.
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Sparen oder versichern?

Wer regelmäßig Geld sparen und darauf zugreifen kann, bleibt mit einem Sparkonto oder Sparplan oft flexibler. Das angesparte Geld bleibt verfügbar und ist nicht an die Bedingungen einer Versicherung gebunden. Stirbt die sparende Person früh, kann das Guthaben allerdings deutlich unter den geplanten Bestattungskosten liegen.

Eine Sterbegeldversicherung passt eher zu Menschen, die eine festgelegte Leistung für den Todesfall wünschen und dafür laufende Beiträge akzeptieren. Sie kann außerdem infrage kommen, wenn sich keine ausreichenden Rücklagen bilden lassen. Verbraucherberatungen bewerten den finanziellen Nutzen dennoch kritisch, besonders wenn der Vertrag spät beginnt. Über die Jahre können die gezahlten Beiträge höher sein als die garantierte Leistung.

Wer Wünsche zur Bestattung vorab festhalten und Kosten regeln möchte, kann auch einen Bestattungsvorsorgevertrag prüfen. Die Verbraucherzentrale rät davon ab, dafür vorgesehenes Geld einfach direkt an ein Bestattungsunternehmen zu überweisen. Sie beschreibt stattdessen Treuhandlösungen oder zweckgebundene Sparkonten als Möglichkeiten, die Einlage abzusichern.

§ 74 SGB XII regelt, wann der Sozialhilfeträger notwendige Bestattungskosten übernimmt. Ob eine Unterstützung infrage kommt, hängt vom Einzelfall ab. Der Abschluss einer Sterbegeldversicherung begründet für sich genommen keinen Anspruch auf öffentliche Hilfe und garantiert auch keinen besonderen Schutz von Vermögen.

Sterbegeldversicherungen vergleichen

Vergleichen Sie Tarife mit denselben Annahmen. Dazu gehören ein gleiches Eintrittsalter und dieselbe Versicherungssumme. Auch Beitragsdauer und Wartezeit müssen übereinstimmen. Prüfen Sie dabei vor allem die garantierte Auszahlung und die Summe der voraussichtlichen Beiträge. Achten Sie außerdem auf folgende Vertragsangaben:

  • endet die Beitragszahlung zu einem festgelegten Alter oder läuft sie lebenslang?
  • wie hoch sind der garantierte und der derzeit fällige Beitrag?
  • welche Leistung gilt während der Wartezeit?
  • sind Überschüsse in der beworbenen Auszahlung enthalten?
  • was passiert bei Kündigung oder wenn die Beiträge nicht mehr bezahlbar sind?

Eine niedrige Monatsrate allein ist kein ausreichender Grund für die Entscheidung. Wenn ein Anbieter mit einem günstigen Zahlbeitrag wirbt, prüfen Sie, ob dieser von veränderlichen Überschüssen abhängt. Vergleichen Sie anschließend die gesamten Beiträge mit der garantierten Leistung und Ihrem tatsächlichen Finanzierungsbedarf.

Dieser Ratgeber bietet allgemeine Orientierung. Er ersetzt keine Prüfung Ihrer persönlichen Vertrags- und Finanzsituation. Angebote erhalten Sie beim jeweiligen Anbieter.

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