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Wie viel Bargeld liegt zu Hause?

Zwei Angebote werden mit Stift und Lineal verglichen.
KI-generiertes Symbolbild

Mit „verborgenem Geld“ ist meist Bargeld gemeint, das Menschen zu Hause oder an einem anderen Ort statt im Portemonnaie aufbewahren. In Deutschland legen viele Menschen aus praktischen Gründen Bargeld zurück, zum Beispiel für den Fall, dass elektronische Zahlungen ausfallen. Wie viel Bargeld tatsächlich in Wohnungen liegt, zeigen die verfügbaren Zahlen nicht.

Wie verbreitet sind Bargeldreserven?

Laut der Bundesbank gaben 2025 43 Prozent der Befragten an, zusätzliches Bargeld außerhalb ihres Portemonnaies aufzubewahren. Die Befragung umfasste 6.070 Personen. Die Zahl zeigt, wie viele Menschen eine Reserve haben. Sie zeigt aber weder, wie viel Bargeld insgesamt in deutschen Haushalten liegt, noch wo die Menschen es aufbewahren.

Eine vergleichbare Bundesbank-Befragung von 2023 ermittelte unter den Menschen mit zusätzlichem Bargeld einen Durchschnitt von 1.417 Euro. Der Median lag bei 400 Euro. Der Median ist der Wert, unter dem die eine Hälfte der Befragten lag und über dem die andere Hälfte lag. Drei Viertel der Befragten mit einer Reserve nannten höchstens 1.000 Euro. Diese Beträge beziehen sich auf die Erhebung von 2023 und sind keine aktuellen Durchschnittswerte für 2025. Zudem können sensible Fragen zu Bargeldbeständen zu niedrigeren Selbstauskünften führen.

Zwei Personen vergleichen Unterlagen am Esstisch.
KI-generiertes Symbolbild

Warum Menschen Bargeld zurücklegen

Die Bundesbank-Befragung von 2025 zeigt vor allem praktische Gründe. Etwa ein Drittel der Menschen mit zusätzlichem Bargeld hält es bereit, um das Portemonnaie wieder aufzufüllen. Etwa ebenso viele bewahren Bargeld für den Fall auf, dass sie nicht bezahlen oder Geld abheben können. Ein Viertel nennt Situationen, in denen Bargeld üblich oder erwünscht ist, zum Beispiel Trinkgeld, Märkte oder private Verkäufe.

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Die Befragten konnten frei antworten und mehrere Gründe nennen, sodass ihre Angaben keine genaue Aufteilung aller Bargeldbestände ergeben. Weniger als fünf Prozent der Befragten mit zusätzlichem Bargeld gaben an, es als langfristige Wertanlage aufzubewahren. Einzelne Befragte können dennoch andere Motive haben.

Was die Bundesbank-Schätzung erfasst

Eine Bundesbank-Schätzung erfasst den Wert der Banknoten, die Menschen in Deutschland als Geldreserve aufbewahren. Manche verstehen darunter Geld, das in deutschen Wohnungen versteckt liegt. Die Schätzung umfasst jedoch einen breiteren Bestand an Banknoten und zählt nicht, wie viel Geld Menschen in Haushalten verstecken.

Auch ältere Bundesbank-Zahlen beantworten eine andere Frage. Eine Untersuchung zu Bargeldbeständen im Jahr 2018 schätzte, dass Privatpersonen außerhalb ihrer Portemonnaies durchschnittlich 1.364 Euro aufbewahrten, zu Hause oder in einem Bankschließfach. Die Beträge waren unterschiedlich hoch. Ältere Menschen, Personen mit höherem Einkommen und Selbstständige bewahrten im Durchschnitt mehr Bargeld auf. Zusammen mit späteren Umfragen ergibt sie keinen aktuellen Durchschnittswert.

Dieselbe Untersuchung prüfte, ob die Bargeldbestände mit dem Ziel zusammenhingen, Vermögen vor dem Staat zu verbergen. Die statistische Auswertung zeigte keinen solchen Zusammenhang. Der fehlende statistische Zusammenhang schließt einzelne Fälle, in denen Bargeld aus unrechtmäßigen Gründen zurückgehalten wird, nicht aus. Zugleich geben die Ergebnisse keinen Anlass, gewöhnliche Bargeldreserven pauschal als verdächtig einzustufen.

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Bargeld zu Hause absichern

Wer Bargeld in der Wohnung aufbewahrt, riskiert Verluste durch Diebstahl, Feuer oder Wasserschäden. Wie viel eine Hausratversicherung ersetzt, hängt vom Vertrag und den Aufbewahrungsbedingungen ab. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft nennt 1.500 Euro als Orientierungswert für die Absicherung von Bargeld. Manche Versicherungen bieten gegen Aufpreis höheren Schutz. Für Wertsachen können außerdem besondere Anforderungen an die Aufbewahrung gelten.

Prüfen Sie deshalb in Ihrer Police, welche Bargeldsumme versichert ist und ob der Schutz an einen verschlossenen Behälter oder einen Tresor gebunden ist. Wer größere Beträge zu Hause lagert, sollte vorab mit dem Versicherer klären, ob der konkrete Aufbewahrungsort abgedeckt ist. Halten Sie nur so viel Bargeld zu Hause, wie Sie für alltägliche Zahlungen oder einen vorübergehenden Ausfall elektronischer Zahlungsmittel benötigen.

Dieser Ratgeber bietet allgemeine Orientierung. Er ersetzt keine Prüfung Ihrer persönlichen Vertrags- und Finanzsituation. Angebote erhalten Sie beim jeweiligen Anbieter.

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