Klarheit vor dem Kredit.So arbeiten wir
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Geld von privat leihen

Leere Kalenderkarten und eine Sanduhr als Symbol für Laufzeiten.
KI-generiertes Symbolbild

Wer in Deutschland Geld von privat leihen möchte, sucht meist ein Darlehen von Familie oder Freunden oder einen online vermittelten Kredit. Bei einem direkten Darlehen vereinbaren die beiden Personen die Rückzahlung selbst. Bei einem Onlineangebot ist der Geldgeber nicht zwingend eine Privatperson.

Sie können ein privates Darlehen flexibel gestalten. Halten Sie die Vereinbarung schriftlich fest und prüfen Sie bei Onlineangeboten alle Kosten. Das beugt Streit vor und hilft Ihnen einzuschätzen, ob die Rückzahlung in Ihr Budget passt.

Privatdarlehen und Onlinekredite

Bei einem Darlehen im persönlichen Umfeld leihen sich zwei Menschen direkt Geld. Sie können vereinbaren, ob Zinsen anfallen, wann die Rückzahlung beginnt und ob der Betrag auf einmal oder in Raten zurückgezahlt wird. Beide Seiten sollten die Rückzahlung realistisch planen. Wenn Zahlungen ausbleiben oder die Beteiligten den Vertrag unterschiedlich verstehen, belastet das die Beziehung.

Onlineangebote, die „Privatkredit“ oder „P2P-Kredit“ heißen, funktionieren anders. P2P steht für „Peer-to-Peer“ und bezeichnet die Vermittlung eines Kredits zwischen Privatpersonen. Heute sagt der Begriff aber nicht sicher, wer das Geld tatsächlich bereitstellt. Auxmoney erklärt zum Beispiel, dass institutionelle Investoren die dort vermittelten Kredite seit Mai 2022 ausschließlich finanzieren. Das Geld kommt über Verbriefungen am Kapitalmarkt: Dabei werden Kredite gebündelt und als Wertpapiere verkauft. Kreditnehmende schließen den Vertrag laut Anbieter mit einem beaufsichtigten Kreditinstitut. Smava vermittelt Bankkredite.

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Prüfen Sie vor einem Onlineantrag, wer im Vertrag als Kreditgeber steht. Vergleichen Sie auch den effektiven Jahreszins, der die jährlichen Kreditkosten als Prozentsatz angibt, sowie mögliche Vermittlungsgebühren und weitere Kosten. Der beworbene Sollzins allein zeigt nicht, was der Kredit insgesamt kostet.

Zwei Personen vergleichen Unterlagen am Esstisch.
KI-generiertes Symbolbild

Den Vertrag klar festhalten

Nach § 488 des Bürgerlichen Gesetzbuchs muss der Darlehensgeber den vereinbarten Betrag bereitstellen. Der Darlehensnehmer zahlt vereinbarte Zinsen und gibt das Geld zum vereinbarten Termin zurück. Fehlt ein Rückzahlungstermin, wird das Darlehen grundsätzlich nach einer Kündigung fällig; die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt drei Monate. Ein zinsfreies Darlehen darf der Darlehensnehmer auch ohne Kündigung zurückzahlen.

Für ein Darlehen unter Freunden oder Verwandten gelten die besonderen Regeln für Verbraucherdarlehen nicht automatisch. Diese Regeln betreffen grundsätzlich Kreditverträge, bei denen ein Unternehmer einem Verbraucher gegen Zinsen oder andere Kosten Geld leiht. Ein schriftlicher Vertrag ist trotzdem sinnvoll: Er hält fest, was beide Seiten vereinbart haben, und hilft, spätere Missverständnisse zu vermeiden.

In den Vertrag gehören die Namen der Beteiligten und die Darlehenssumme. Halten Sie außerdem fest, wann und wie das Geld ausgezahlt wird, ob Zinsen anfallen und wann die Rückzahlung beginnt. Bei Ratenzahlungen sollten Betrag und Fälligkeit jeder Rate eindeutig sein. Legen Sie auch fest, was bei Zahlungsverzug gilt, wie eine Kündigung abläuft und ob Sicherheiten nötig sind. Überweisen Sie das Geld nachvollziehbar und bewahren Sie Vertrag und Zahlungsbelege auf.

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Bei hohen Summen, Sicherheiten oder einem Darlehen mit Bezug zu einer Immobilie lohnt sich rechtliche Beratung. Auch bei zinsfreien Darlehen innerhalb der Familie können steuerliche Fragen entstehen. Die konkrete Behandlung hängt von den Umständen ab.

Die Rückzahlung realistisch planen

Auch bei niedrigen oder fehlenden Zinsen muss die Rückzahlung ins Budget passen. Prüfen Sie, ob nach den Kosten für Miete und Energie noch genug für Versicherungen, Lebensmittel und bestehende Raten übrig bleibt. Rechnen Sie auch unregelmäßige Ausgaben ein, etwa Reparaturen oder Nachzahlungen.

Bei einem Darlehen aus dem persönlichen Umfeld sollten beide Seiten offen über mögliche Zahlungsschwierigkeiten sprechen, bevor sie unterschreiben. Eine niedrigere Rate oder ein späterer Rückzahlungsbeginn hilft aber nur, wenn der Vertrag das ausdrücklich festhält. Verlassen Sie sich nicht auf eine mündliche Zusage, die im Streitfall unterschiedlich erinnert werden kann.

Wenn bereits Raten oder Rechnungen offen sind, sollte ein neuer Kredit nicht bloß die Zahlungslücke verdecken. Eine kostenfreie Schuldnerberatung bei einer anerkannten Stelle hilft Ihnen, Forderungen zu ordnen und Alternativen zu weiteren Schulden zu prüfen.

Unseriöse Angebote erkennen

Seien Sie vorsichtig, wenn ein Vermittler einen Kredit ohne Prüfung oder eine sofortige Zusage verspricht. Er leitet Ihre Anfrage weiter, entscheidet aber nicht selbst, ob der Kreditgeber den Kredit bewilligt. Warnsignale sind auch Gebühren, die vor einer Kreditauszahlung verlangt werden, oder kostenpflichtige Zusatzverträge, die mit dem Kreditangebot verbunden sind.

Prüfen Sie vor einer Unterschrift, wer Kreditgeber und Vertragspartner ist, welche Gesamtkosten anfallen und ob alle Vertragsunterlagen verständlich vorliegen. Bei Anbietern im Ausland kann es schwieriger sein, eigene Rechte durchzusetzen. Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen und überweisen Sie kein Geld, wenn unklar bleibt, wofür die Zahlung verlangt wird.

Dieser Ratgeber bietet allgemeine Orientierung. Er ersetzt keine Prüfung Ihrer persönlichen Vertrags- und Finanzsituation. Angebote erhalten Sie beim jeweiligen Anbieter.

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