Der 500-Euro-Schein wird nicht mehr neu ausgegeben. Bereits ausgegebene Scheine bleiben gültig. Sie können damit bezahlen oder ihn zeitlich unbegrenzt zum Nennwert bei einer Zentralbank des Eurosystems umtauschen.
Ein Geschäft kann vor dem Kauf mit Ihnen vereinbaren, dass es bestimmte Banknoten nicht annimmt. Wer mit einem 500-Euro-Schein bezahlen möchte, sollte vorher nachfragen.
Gültig, aber nicht mehr ausgegeben
Die Europäische Zentralbank beschloss 2016, die Herstellung und Ausgabe des 500-Euro-Scheins einzustellen. In Deutschland gaben Bundesbank und Österreichische Nationalbank die Scheine zuletzt am 26. April 2019 aus. In anderen Ländern des Euroraums endete die Ausgabe bereits am 26. Januar 2019.
Vorhandene 500-Euro-Scheine bleiben gültig und gesetzliches Zahlungsmittel. Die nationalen Zentralbanken des Eurosystems tauschen Banknoten der ersten Euro-Serie, darunter den 500-Euro-Schein, außerdem ohne Frist zum Nennwert um. Bei der Bundesbank erhalten Sie für einen echten Schein also weiterhin 500 Euro.
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Wann Geschäfte den Schein annehmen müssen
Dass ein Geldschein gültig ist, heißt nicht, dass jedes Geschäft ihn bei jedem Einkauf annehmen muss. In Deutschland können Käufer und Verkäufer vor dem Vertrag vereinbaren, welche Zahlungsmittel oder Stückelungen sie akzeptieren. Ein Geschäft kann den 500-Euro-Schein daher ausschließen, wenn es diese Regel vor dem Kauf bekannt gemacht hat, zum Beispiel durch einen Hinweis an der Kasse.
Fragen Sie deshalb vor dem Bezahlen kurz nach, wenn Sie mit einem 500-Euro-Schein einkaufen möchten. So vermeiden Sie, dass die Zahlung erst an der Kasse scheitert. Ein Geschäft, das Bargeld allgemein annimmt, akzeptiert damit nicht automatisch auch jede einzelne Banknotenstückelung.
Laut einer Bundesbank-Untersuchung im Dezember 2025 war bei 99,4 Prozent der untersuchten Geschäfte, Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe eine Barzahlung möglich. Die Testkäufe schlossen hohe Banknoten jedoch aus. Die Zahl belegt daher nicht, wie viele dieser Betriebe einen 500-Euro-Schein annehmen.
Warum die Ausgabe endete
Die Europäische Zentralbank begründete das Ende der Ausgabe unter anderem mit der Sorge, dass eine so hohe Stückelung illegale Aktivitäten erleichtern könnte. Mit einem einzelnen Schein lässt sich ein großer Geldbetrag transportieren. Die Entscheidung belegt jedoch nicht, dass die meisten 500-Euro-Scheine für Straftaten verwendet wurden.
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Die Europäische Zentralbank erklärte 2023, dass sie keine eigene Untersuchung zu den Auswirkungen der Entscheidung auf Finanzkriminalität durchgeführt hatte. Sie berichtete zugleich von einem deutlichen und breit angelegten Rückgang der Nutzung des 500-Euro-Scheins für alle Zwecke. Wie stark die Maßnahme Kriminalität verringert hat, ist damit nicht belegt.
Bargeldstatistiken geben keinen direkten Aufschluss darüber, wo ein Schein liegt oder wofür jemand ihn verwendet. Euro-Bargeld zirkuliert über Ländergrenzen hinweg und wird auch legal als Wertaufbewahrung gehalten. Eine Zahl zum Umlauf lässt deshalb keine sichere Aussage über illegale Nutzung zu.
Was Sie mit dem 500-Euro-Schein tun können
Nimmt ein Geschäft den Schein an, können Sie damit bezahlen. Möchten Sie sich die Annahme an der Kasse ersparen, können Sie ihn bei der Bundesbank zum Nennwert umtauschen lassen. Dazu besteht keine Frist.
Der 500-Euro-Schein ist weiterhin bares Geld, auch wenn Sie ihn im Alltag nicht überall verwenden können. Fragen Sie vor einer größeren Barzahlung nach, ob das Geschäft den Schein annimmt.


