Klarheit vor dem Kredit.So arbeiten wir
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Darlehen fürs Studium

Erwachsene studierende Person mit Laptop und Notizbuch.
KI-generiertes Symbolbild

Wenn BAföG, Unterstützung der Eltern und Ihr eigenes Einkommen nicht für die Studienkosten reichen, kann ein Darlehen die fehlende Summe abdecken. Sie zahlen den geliehenen Betrag später zurück; je nach Angebot kommen Zinsen hinzu. Ein Studienkredit ist sinnvoll, wenn Sie Ihren tatsächlichen Bedarf kennen und die Rückzahlung realistisch planen.

Prüfen Sie zuerst BAföG und andere Fördermöglichkeiten. Ein Teil der BAföG-Förderung ist in der Regel ein Zuschuss, den Sie nicht zurückzahlen müssen. Einen gewöhnlichen Studienkredit zahlen Sie grundsätzlich vollständig zurück.

BAföG zuerst prüfen

BAföG ist häufig die günstigere erste Anlaufstelle. Studierende erhalten grundsätzlich die Hälfte als Zuschuss und die andere Hälfte als zinsloses Darlehen. Die Rückzahlung beginnt in der Regel fünf Jahre nach dem Ende der Förderungshöchstdauer, also der maximalen Förderzeit. Die Monatsrate beträgt grundsätzlich 130 Euro.

Für einzelne Förderleistungen gelten Ausnahmen. Bestimmte Studienabschlusshilfen werden zum Beispiel vollständig als Darlehen gewährt. Prüfen Sie daher Ihren Bescheid, statt für jede BAföG-Leistung automatisch von der Halb-Zuschuss-Regel auszugehen.

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Zusätzlich kommen Stipendien, Unterstützung durch Angehörige und ein Nebenjob infrage. Auch Studierendenwerke bieten in vielen Fällen Hilfe bei finanziellen Engpässen. Laut Deutschem Studierendenwerk boten 55 von 57 Studierendenwerken Überbrückungsdarlehen für unverschuldete Notlagen an. Die Höhe und Rückzahlung unterscheiden sich je nach Angebot. Auch die Voraussetzungen variieren; häufig wird eine Bürgschaft verlangt, und ein Anspruch auf ein Darlehen besteht nicht.

Zwei Personen vergleichen Unterlagen am Esstisch.
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Welche Kredite infrage kommen

Der KfW-Studienkredit ist für eine längerfristige Finanzierung während des Studiums gedacht und zahlt monatlich 100 bis 650 Euro aus. Zugang und mögliche Förderdauer hängen unter anderem von Alter und Studienphase ab. Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen direkt vor dem Antrag, da sich Förderregeln ändern können.

Der Bildungskredit des Bundes richtet sich an Studierende in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen. Er ist einkommens- und vermögensunabhängig; BAföG oder ein KfW-Studienkredit schließen ihn grundsätzlich nicht aus. Die monatliche Auszahlung beträgt 100, 200 oder 300 Euro. Für die Bewilligung müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein; sie ist dennoch nicht sicher.

Bei einer kurzfristigen Notlage kann ein Darlehen des örtlichen Studierendenwerks passen. Es ist häufig zinslos, muss aber oft innerhalb kurzer Zeit zurückgezahlt werden. Banken und Sparkassen haben ebenfalls Studienkredite im Angebot. Da sich die Bedingungen je nach Anbieter und Region unterscheiden, sollten Sie die Verträge vergleichen.

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Auch ein Bildungsfonds kann das Studium finanzieren. Die Rückzahlung hängt vom Vertrag und häufig vom Einkommen nach dem Studium ab. Ob ein Bildungsfonds günstiger ist als ein Kredit, richtet sich vor allem danach, welcher Anteil des späteren Einkommens über welchen Zeitraum fällig wird.

Zinsen und Rückzahlung

Der KfW-Studienkredit war für Neuverträge zum 1. Oktober 2026 mit einem effektiven Jahreszins von 6,38 Prozent ausgewiesen. Der Zinssatz ist variabel und wird halbjährlich angepasst. Er richtet sich nach dem 6-Monats-Euribor, einem Referenzzinssatz am Geldmarkt, und einer KfW-Marge. Der Zinssatz beim Vertragsabschluss bleibt daher nicht zwingend während der gesamten Laufzeit gleich.

Nach der letzten Auszahlung beginnt beim KfW-Kredit eine Karenzzeit von 18 Monaten. Danach startet die reguläre Rückzahlung. In dieser Zeit fallen weiterhin Zinsen an, sofern kein Zinsaufschub vereinbart wurde. Bei einem Zinsaufschub werden die Zinsen später fällig oder zum Kreditbetrag addiert. Sie können die Rückzahlung anpassen. Grundsätzlich läuft sie höchstens 25 Jahre oder bis zu Ihrem 67. Lebensjahr. Sondertilgungen sind möglich.

Beim Bildungskredit beginnt die Rückzahlung vier Jahre nach Fälligkeit der ersten Auszahlung. Die monatliche Rate beträgt 120 Euro. Der Zinssatz ist variabel und orientiert sich ebenfalls am 6-Monats-Euribor. Am 30. Oktober 2026 lag der ausgewiesene effektive Jahreszins bei 4,09 Prozent. Auch dieser Wert ist kein Festzins für die gesamte Laufzeit.

Ein aktueller Zinssatz reicht nicht aus, um die Gesamtkosten zu berechnen. Dafür zählen auch die Höhe und Dauer der Auszahlungen, die künftige Zinsentwicklung und der Umgang mit Zinsen während der Karenzzeit. Beim KfW-Kredit werden ohne Zinsaufschub Zinsen auf den bereits ausgezahlten Kreditbetrag berechnet und von der monatlichen Auszahlung abgezogen. Die Summe, die Ihnen tatsächlich zur Verfügung steht, fällt dadurch niedriger aus als die vereinbarte Auszahlung.

Wann ein Darlehen sinnvoll ist

Ein Darlehen kann helfen, eine konkrete Finanzierungslücke zu überbrücken, wenn Sie sonst nicht genug Geld für Miete, Essen oder notwendige Studienausgaben haben. Regelmäßige Auszahlungen können außerdem den Druck verringern, viele Stunden neben dem Studium zu arbeiten. Die Rückzahlung bleibt jedoch bestehen, auch wenn der Berufseinstieg später kommt oder das Einkommen zunächst niedrig ausfällt.

Nehmen Sie deshalb nur den Betrag auf, den Sie nach Abzug Ihrer anderen Einnahmen tatsächlich benötigen. Erstellen Sie dafür ein Monatsbudget und rechnen Sie die geplante Kreditsumme über den gesamten Förderzeitraum zusammen. Überlegen Sie auch, welche Rate Sie nach dem Studium mit einem vorsichtig geschätzten Einstiegsgehalt tragen können. Bei variablen Zinsen sollte der Plan eine höhere Belastung als beim aktuellen Zinssatz berücksichtigen.

Laut CHE-Studienkredit-Test erhielten im Juni 2025 insgesamt 36.164 Studierende Geld aus Studienkrediten oder Bildungsfonds. Das entsprach 1,3 Prozent der Studierenden im Wintersemester 2024/25. Die Zahl beschreibt die Nutzung zu diesem Stichtag, sagt aber nicht voraus, ob ein bestimmter Kredit für Ihre Situation tragbar ist.

Taschenrechner und Holzscheiben als Symbol für Kreditkosten.
KI-generiertes Symbolbild

Angebote sorgfältig vergleichen

Vergleichen Sie nicht nur die monatliche Auszahlung oder den Zinssatz zum Vertragsbeginn. Prüfen Sie, wann die Auszahlung startet und endet, wann Sie mit der Rückzahlung beginnen und ob der Zinssatz fest oder variabel ist. Prüfen Sie außerdem, ob Sie Auszahlungen anpassen, Sondertilgungen leisten oder den Kredit vorzeitig zurückzahlen können.

Achten Sie besonders auf die Zinsen während der Auszahlungs- und Karenzzeit. Ein Zinsaufschub entlastet zunächst das Monatsbudget, erhöht aber die später fällige Summe. Bitten Sie den Anbieter, die voraussichtliche Rückzahlung für die geplante Auszahlung und Laufzeit zu berechnen. Prüfen Sie auch, wie sich eine veränderte Zinshöhe auf Rate und Gesamtkosten auswirkt. Private Angebote sollten Sie anhand ihrer konkreten Vertragsbedingungen vergleichen; eine pauschale Aussage, welcher Anbieter am günstigsten ist, lässt sich daraus nicht ableiten.

Wenn die Rückzahlung schwierig wird

Wenden Sie sich frühzeitig an den Kreditgeber, wenn die vereinbarte Rate absehbar nicht mehr in Ihr Budget passt. Prüfen Sie, ob sich die Tilgung anpassen lässt, und lassen Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben von einer anerkannten Schuldnerberatung durchsehen. Viele Beratungsstellen bieten ihre Unterstützung kostenfrei an.

Ein neuer Kredit löst Zahlungsprobleme nicht automatisch. Er verschiebt die Belastung und kann sie durch zusätzliche Zinsen vergrößern. Klären Sie daher zuerst, ob Stundung, eine angepasste Rate oder andere Hilfen infrage kommen.

Dieser Ratgeber bietet allgemeine Orientierung. Er ersetzt keine Prüfung Ihrer persönlichen Vertrags- und Finanzsituation. Angebote erhalten Sie beim jeweiligen Anbieter.

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