Bei der Commerzbank hängt die passende Überweisung vom Zielland und der Währung ab. Für Zahlungen außerhalb des SEPA-Raums oder in einer Fremdwährung nutzen Sie eine internationale Überweisung. SEPA ist der einheitliche Euro-Zahlungsraum; für Euro-Zahlungen innerhalb dieses Raums kommt eine SEPA-Überweisung infrage.
Die Kosten richten sich nach Überweisungsweg, Währung und Kontomodell; das Preisverzeichnis nennt feste Gebühren für bestimmte internationale Zahlungen. Andere Banken können zusätzliche Gebühren berechnen. Aus den veröffentlichten Gebühren allein geht der Wechselkursaufschlag nicht hervor.
SEPA oder internationale Überweisung?
Prüfen Sie zuerst, ob Sie Euro an ein Konto im SEPA-Raum überweisen. Für Euro-Zahlungen innerhalb der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums gelten besondere Regeln: Sie müssen genauso viel kosten wie vergleichbare Inlandszahlungen. Das gilt nicht für jede Überweisung in ein SEPA-Land, denn zum SEPA-Raum gehören auch Länder außerhalb der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums.
Laut Commerzbank kann eine Zahlung in Fremdwährung über den Weg der internationalen Überweisung laufen, selbst wenn das Empfängerland zum SEPA-Raum gehört. Prüfen Sie deshalb vor dem Absenden das Zielland, die Währung und die Überweisungsart, die Ihr Online-Banking anzeigt.
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Welche Gebühren anfallen
Das Preis- und Leistungsverzeichnis der Commerzbank mit Stand vom 15. Januar 2026 nennt Gebühren für Überweisungen in Länder außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums sowie für Zahlungen in Währungen von Ländern außerhalb dieses Raums. Wenn Sie keine individuellen Preise vereinbart haben, setzt sich das Entgelt aus diesen Bestandteilen zusammen:
| Gebührenbestandteil | Betrag laut Preisverzeichnis |
|---|---|
| Bearbeitungsentgelt | 2,50 Euro je Überweisung |
| Transaktionsentgelt bei Beträgen unter 250 Euro | 10 Euro |
| Transaktionsentgelt ab 250 Euro | 1,5 Promille des Betrags, mindestens 12,50 Euro |
| Währungsumrechnung bei weniger als 12.500 Euro | 7,50 Euro |
| Währungsumrechnung ab 12.500 Euro | 1,0 Promille des Betrags |
Das Entgelt für die Währungsumrechnung fällt an, wenn Sie in einer anderen Währung als der Kontowährung überweisen. Die Tabelle zeigt nicht unbedingt die Gesamtkosten jeder Auslandsüberweisung. Empfängerbanken und zwischengeschaltete Banken können ebenfalls Gebühren berechnen. Auch für den Zahlungsverkehr über SWIFT können Kosten anfallen. SWIFT ist ein internationales Nachrichtennetz, über das Banken Zahlungsanweisungen austauschen.
Bei einer Überweisung über 1.000 Euro, für die die genannten Preise gelten und die eine Währungsumrechnung erfordert, berechnet die Commerzbank laut Tabelle 2,50 Euro Bearbeitungsentgelt, 12,50 Euro Transaktionsentgelt und 7,50 Euro für die Umrechnung. Zusammen sind das 22,50 Euro. Mögliche Gebühren anderer Banken und die Wirkung des Wechselkurses kommen noch dazu.
Wenn Sie Geld von einem Euro-Konto überweisen, verwendet die Commerzbank laut Preisverzeichnis den Geldkurs als Umrechnungskurs, sofern Sie nichts anderes vereinbart haben. Aus den veröffentlichten Gebühren geht nicht hervor, wie stark dieser Kurs von einem Vergleichs- oder Marktkurs abweicht. Vor der Freigabe zeigt die Commerzbank ungefähr an, welche Entgelte anfallen. Prüfen Sie den Betrag, bevor Sie die Überweisung bestätigen.
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So geben Sie die Überweisung ein
Melden Sie sich im Online-Banking an, wählen Sie das belastete Konto und geben Sie Zielland und Währung an. Tragen Sie die geforderten Angaben in die angezeigten Felder ein. Für den Empfänger brauchen Sie in der Regel den Namen und die Anschrift, die IBAN und den BIC. Die IBAN ist die internationale Kontonummer. Der BIC kennzeichnet die Bank. Je nach Zielland verlangt die Commerzbank weitere Angaben.
Hat der BIC weniger als elf Zeichen, füllen Sie die fehlenden drei Stellen laut Commerzbank mit „XXX“ auf. Für Zahlungen nach China in chinesischen Renminbi brauchen Sie außerdem einen Purpose Code. Dieser Code gibt den Zahlungsgrund an. Bestätigen Sie den Auftrag anschließend mit einer TAN. Das ist eine Transaktionsnummer zur Bestätigung.
Überweisungslimit vorab ändern
Das Standardlimit für Zahlungen auf Konten außerhalb Deutschlands beträgt bei der Commerzbank 0 Euro. Das betrifft auch SEPA-Überweisungen ins Ausland und internationale Überweisungen. Richten Sie daher vor dem ersten Auftrag ein passendes Überweisungslimit ein.
Die Commerzbank nennt 500.000 Euro als Obergrenze für Limits im Online-Banking und in der App. Diese Grenze gilt für SEPA-Überweisungen, nicht allgemein für internationale Überweisungen. Prüfen Sie im Online-Banking, welches Limit für Ihren Auftrag gilt.

Meldepflicht bei hohen Beträgen
Wer in Deutschland wohnt, muss bestimmte grenzüberschreitende Zahlungen über 50.000 Euro seit dem 1. Januar 2025 der Bundesbank melden. Ob eine Zahlung meldepflichtig ist, hängt von ihren Bedingungen ab. Überweisungen zwischen eigenen Konten müssen laut Bundesbank nicht gemeldet werden. Die Meldepflicht gilt nur für Beträge, die 50.000 Euro übersteigen.
Wie lange die Überweisung dauert
Laut Commerzbank dauern internationale Überweisungen drei bis zehn Tage. Die Dauer hängt vom Zielland und den beteiligten Banken ab. Die Dauer von drei bis zehn Tagen ist ein Richtwert; ein Zahlungseingang an einem bestimmten Tag ist damit nicht garantiert. Für eine Online-SEPA-Überweisung nennt die Bank in ihrer Übersicht einen Bankarbeitstag.
Für internationale Überweisungen bietet die Commerzbank eine Echtzeit-Zahlungsverfolgung mit SWIFT GPI an. Sie zeigt den Bearbeitungsstand, nennt aber keinen garantierten Ankunftstermin. Geht das Geld nicht wie erwartet ein, können Sie anhand der Angaben zur Sendungsverfolgung bei der Bank nachfragen.


