Cashper bietet in Deutschland kurzfristige Online-Kleinkredite an. Laut Impressum steht hinter der Marke die maltesische Bank Bank DiMare Limited. Prüfen Sie bei jedem Angebot vor allem, wie viel Sie zurückzahlen müssen und wann die Zahlung fällig ist. Cashpers öffentliche Angaben zu Zinssätzen und maximaler Kredithöhe widersprechen einander.
Welche Kredite Cashper anbietet
Cashpers Produktseiten nennen Kredite von 100 bis 1.500 Euro mit Laufzeiten von 15 oder 30 Tagen. Eine gesetzliche Kostenangabe auf der Website nennt dagegen eine mögliche Kredithöhe bis 3.000 Euro. Die Seiten erklären nicht, für wen dieser höhere Betrag gilt. Verlassen Sie sich deshalb auf die Summe, die Ihnen im konkreten Angebot angezeigt wird.
Laut Cashpers häufigen Fragen müssen Antragstellende volljährig sein und in Deutschland wohnen. Cashper prüft die Kreditwürdigkeit. Laut Cashper führt ein negativer SCHUFA-Eintrag nicht automatisch zur Ablehnung; daraus folgt jedoch keine Zusage. Cashper kann den Antrag ablehnen, wenn die Rückzahlung nicht tragbar erscheint. Ein bestehender Cashper-Kredit muss zurückgezahlt sein, bevor ein weiterer Kredit vergeben wird.

Warum die Kostenangaben abweichen
Cashpers öffentliche Seiten zeigen mehrere unterschiedliche Preisangaben. Ein Beispiel nennt für 300 Euro über 30 Tage 1,98 Euro Zinsen und einen Rückzahlungsbetrag von 301,98 Euro. Dazu steht ein effektiver Jahreszins von 7,95 Prozent. Der effektive Jahreszins zeigt, wie hoch die Kreditkosten auf ein Jahr gerechnet wären. Für einen kurzfristigen Kredit ist deshalb auch der konkrete Rückzahlungsbetrag entscheidend.
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Auf der Startseite werden 0 Prozent Zinsen beworben, doch die Bedingungen dafür gehen aus den öffentlichen Angaben nicht eindeutig hervor. Zugleich bleibt unklar, warum die genannten Zinssätze und Kreditobergrenzen voneinander abweichen. Gehen Sie daher nicht davon aus, dass eine dieser Zahlen für alle gilt.
Prüfen Sie vor einer Unterschrift das individuelle Angebot und den Vertrag. Entscheidend sind der gesamte Betrag, den Sie zurückzahlen müssen, das Fälligkeitsdatum und mögliche Zusatzkosten. Prüfen Sie ausdrücklich, was eine schnellere Auszahlung kostet. In einer Kundenbewertung wurde beispielsweise eine Gebühr von 69 Euro für eine Sofortüberweisung erwähnt. Das ist eine einzelne Schilderung und kein Beleg für einen allgemein geltenden Tarif.
Wie schnell das Geld ausgezahlt wird
Cashper gibt für die Standardüberweisung fünf Werktage an. Die Antragstellung läuft online, die Bearbeitung erfolgt laut Anbieter jedoch montags bis freitags zu bestimmten Zeiten. Sie können den Antrag jederzeit online stellen. Das bedeutet laut Anbieter aber nicht, dass er sofort bearbeitet oder ausgezahlt wird. Die tatsächliche Dauer hängt laut Cashper außerdem von der gewählten Serviceoption und der Bank ab.
Rechnen Sie die Laufzeit ab dem Tag der Überweisung. Cashper erklärt, dass die Kreditlaufzeit an diesem Tag beginnt. Wochenenden können die Bankbearbeitung verzögern und dadurch zusätzliche Kosten verursachen. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf einen Zahlungstermin am Wochenende: Überweisen Sie früh genug, damit das Geld rechtzeitig eingeht.
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Was bei verspäteter Zahlung passiert
Cashper nennt bis zu drei Zahlungserinnerungen: die erste einen Kalendertag nach dem Fälligkeitstermin, weitere nach sieben und gegebenenfalls nach vierzehn Tagen. Für schriftliche Erinnerungen per Post können zusätzliche Kosten anfallen. Bei der kurzen Laufzeit bleibt wenig Zeit, wenn Ihr Einkommen später eingeht oder eine ungeplante Ausgabe dazukommt.
Wenn Sie absehen, dass Sie den Kredit nicht rechtzeitig zurückzahlen können, nehmen Sie frühzeitig Kontakt mit dem Anbieter auf und prüfen Sie die möglichen Kosten. Ein neuer Kredit zur Begleichung des alten verschiebt das Problem und erhöht die Verschuldung. Eine anerkannte, kostenfreie Schuldnerberatung hilft dabei, die finanzielle Lage zu ordnen und Alternativen zu besprechen.

Wie aussagekräftig Kundenbewertungen sind
Auf Bewertungsportalen finden sich viele positive Rückmeldungen zu Antragstellung, Bearbeitung und Kundenservice. Daneben berichten Kundinnen und Kunden von langsameren Auszahlungen, zusätzlichen Kosten für schnellere Überweisungen, Kommunikationsproblemen oder einer niedrigeren Kreditsumme als beantragt.
Solche Bewertungen geben Einblick in einzelne Erfahrungen. Aus ihnen lässt sich kein typischer Kreditverlauf ableiten. Auch zur üblichen Auszahlungsgeschwindigkeit und zu den Kosten für alle Kundinnen und Kunden liefern sie keinen Beleg. Bewertungen können Ihnen eine zusätzliche Orientierung geben. Vergleichen Sie die Angaben aber mit Ihrem eigenen Angebot und Vertrag.
Wann ein Kurzzeitkredit passt
Ein Kredit mit wenigen Wochen Laufzeit setzt voraus, dass Sie den gesamten Betrag zum vereinbarten Termin zurückzahlen können. Ziehen Sie Miete, laufende Rechnungen und notwendige Ausgaben von Ihrem tatsächlich verfügbaren Einkommen ab. Bleibt danach kein sicherer Spielraum, ist die kurze Rückzahlungsfrist ein erhebliches Risiko.
Prüfen Sie außerdem, ob sich die Ausgabe verschieben oder mit dem Rechnungsaussteller eine Ratenzahlung vereinbaren lässt. Bei einer vorübergehenden finanziellen Lücke kann ein Kredit helfen, wenn die Rückzahlung bereits fest eingeplant ist. Für dauerhaft fehlendes Geld löst er das Problem nicht.


