Mit einem Verbraucherdarlehen zahlen Sie eine größere Ausgabe in festen Monatsraten zurück. Die Rate muss nach Miete, Lebensmitteln, Versicherungen und bestehenden Schulden ins Budget passen. Vergleichen Sie die Gesamtkosten, nicht nur die Monatsrate.
Leihen Sie nur den Betrag, den Sie brauchen. Prüfen Sie vorher, ob Sie die Ausgabe verschieben, verkleinern oder aus Rücklagen bezahlen können.
Berechnen Sie Ihre tragbare Kreditrate
Stellen Sie zunächst Ihre regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben gegenüber. Ziehen Sie von Ihrem verfügbaren Einkommen die laufenden Kosten ab, darunter Miete und Nebenkosten, Lebensmittel, Versicherungen sowie bestehende Kreditraten. Planen Sie außerdem Geld für unregelmäßige Ausgaben und mögliche Veränderungen im Haushalt ein.
Die Rate sollte auch dann noch bezahlbar sein, wenn unerwartete Kosten entstehen oder Ihr Einkommen sinkt. Leiten Sie die tragbare Rate aus Ihrem Haushaltsbudget ab, auch wenn eine Bank Ihnen einen höheren Betrag anbieten könnte. Die Kreditwürdigkeitsprüfung des Kreditgebers beurteilt Ihre Bonität; Ihre Haushaltsrechnung zeigt, welche Rate Sie selbst tragen können.
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Wenn Sie Geld für laufende Lebenshaltungskosten benötigen oder schon Schwierigkeiten haben, bestehende Raten zu bezahlen, macht ein weiterer Kredit es oft noch schwerer, die Kosten zu tragen. Sprechen Sie in dieser Lage mit einer anerkannten Schuldnerberatung. Viele solcher Beratungsstellen arbeiten kostenfrei.

Vergleichen Sie die Gesamtkosten des Kredits
Vergleichen Sie Angebote für denselben Kreditbetrag und dieselbe Laufzeit. Achten Sie vor allem auf den effektiven Jahreszins. Er berücksichtigt neben dem Sollzins weitere verpflichtende Kosten des Kredits und erleichtert deshalb den Vergleich. Ein beworbener Zinssatz „ab“ gilt nicht automatisch für jede Person; der persönliche Zinssatz hängt unter anderem von der Kreditprüfung und den Angebotsbedingungen ab.
Prüfen Sie außerdem, wie viel Geld tatsächlich ausgezahlt wird, wie viele Monatsraten anfallen und wie hoch der Gesamtbetrag am Ende ist. Die Monatsrate allein sagt wenig über den Preis aus: Eine längere Laufzeit senkt sie, verlängert aber die Rückzahlung und kann die Gesamtkosten erhöhen.
Für den Angebotsvergleich sollten Sie diese Angaben nebeneinanderlegen:
- ausgezahlter Nettobetrag und effektiver Jahreszins
- Monatsrate und Laufzeit sowie Gesamtbetrag der Rückzahlung
- feste oder variable Zinsbindung
- zusätzliche Kosten und mögliche Produkte
- Bedingungen für eine vorzeitige Rückzahlung
Bei einem klassischen Ratenkredit bleibt die vereinbarte Monatsrate in der Regel während der Laufzeit gleich. Bei einem variablen Zinssatz kann sich die Rate ändern. Lesen Sie deshalb im Vertrag nach, wann der Zinssatz angepasst wird und welche Folgen das für Rate und Rückzahlung hat.
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Prüfen Sie die Restschuldversicherung
Bei einem Kredit bieten Anbieter mitunter eine Restschuldversicherung an. Sie soll je nach Vertrag beispielsweise bei Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit oder im Todesfall einspringen. Welche Ereignisse tatsächlich versichert sind, welche Ausschlüsse gelten und wie lange der Schutz läuft, steht in den Versicherungsbedingungen.
Entscheiden Sie getrennt, ob Sie die Versicherung abschließen. Eine mitfinanzierte Prämie erhöht den Kreditbetrag und damit die Kosten. Ein Rechenbeispiel der Verbraucherzentrale zu einem Darlehen über 18.000 Euro mit acht Jahren Laufzeit veranschaulichte den Unterschied: Ohne Versicherung lag die Monatsrate bei 256,13 Euro, mit zwei Policen bei 330,46 Euro. Die dort ausgewiesenen Gesamtkosten entsprachen effektiven Jahreszinsen von 8,49 Prozent ohne Versicherung und 16,89 Prozent einschließlich Versicherungskosten. Das sind Beispielwerte aus einer Verbraucherinformation, keine aktuellen Marktangebote und keine Prognose für Ihren Kredit.
Für neu abgeschlossene Restschuldversicherungen gilt seit dem 2. Januar 2025: Der Versicherungsvertrag darf erst eine Woche nach dem Kreditvertrag geschlossen werden. So können Sie Kredit und Versicherung getrennt prüfen, statt unter Zeitdruck beides gleichzeitig zu unterschreiben.
Achten Sie auf Null-Prozent-Angebote
Eine Finanzierung mit null Prozent kann ohne Zinsen und weitere Kosten auskommen. Prüfen Sie trotzdem den Vertrag: Zusatzprodukte und Gebühren können die Kosten erhöhen. Eine hohe Schlussrate bedeutet, dass am Ende ein größerer Betrag fällig wird. Vergleichen Sie auch den Kaufpreis mit anderen Angeboten und rechnen Sie nach, ob die Raten neben Ihren übrigen Ausgaben tragbar bleiben.
Bei einer Schlussrate fällt am Ende der Laufzeit ein größerer Betrag auf einmal an. Planen Sie rechtzeitig, wie Sie ihn bezahlen. Wenn Sie dafür einen weiteren Kredit brauchen, können Sie sich die Finanzierung insgesamt nicht leisten.

Kennen Sie Ihre Rechte beim Verbraucherdarlehen
Vor dem Abschluss eines Verbraucherdarlehens muss der Kreditgeber Ihre Kreditwürdigkeit prüfen. Bei einem allgemeinen Verbraucherdarlehen muss die Prüfung ergeben, dass keine erheblichen Zweifel an der Rückzahlungsfähigkeit bestehen. Auch wenn die Prüfung positiv ausfällt, ist das noch keine Kreditzusage: Banken legen ihre Bedingungen selbst fest, und nicht jede Person erhält ein Angebot.
Für viele Verbraucherdarlehen gilt ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Es gibt gesetzliche Ausnahmen. Lesen Sie deshalb die Widerrufsinformationen im Vertrag und prüfen Sie, ab wann die Frist läuft und wie der Widerruf erklärt werden muss.
Auch eine vorzeitige Rückzahlung ist gesetzlich geregelt. Die Bedingungen unterscheiden sich jedoch nach Kreditart; bei bestimmten Darlehen kann eine Entschädigung anfallen. Prüfen Sie vor der Unterschrift, ob und unter welchen Voraussetzungen Sie den Kredit früher zurückzahlen können.
Erkennen Sie unseriöse Kreditangebote
Seien Sie vorsichtig, wenn ein Vermittler Geld verlangt, bevor der Kredit ausgezahlt wurde. Ein weiteres Warnsignal ist Druck, zusätzlich eine Karte oder Versicherung abzuschließen, obwohl die Kreditbedingungen unklar bleiben. Prüfen Sie, wer tatsächlich Kreditgeber ist, welche Summe ausgezahlt wird und welche Kosten im Vertrag stehen.
Auch die Werbung mit einem „Kredit ohne SCHUFA“ ist kein Beleg für ein seriöses oder passendes Angebot. Bei solchen Suchen tauchen laut Verbraucherzentrale auch irreführende Angebote auf, etwa Kreditvermittlungen zusammen mit einer vorausbezahlten Karte. Daraus folgt nicht, dass jedes Angebot mit dieser Formulierung betrügerisch ist. Entscheidend sind nachvollziehbare Vertragsunterlagen, klare Angaben zum Anbieter und der Verzicht auf Vorauszahlungen.
Wenn der Kreditantrag abgelehnt wird
Eine Ablehnung bedeutet nicht automatisch, dass Sie grundsätzlich keinen Kredit erhalten können. Kreditgeber prüfen die Bonität nach ihren eigenen Kriterien. Erfragen Sie, soweit möglich, welche Angaben für die Entscheidung ausschlaggebend waren, und kontrollieren Sie Ihre eigenen Unterlagen auf Fehler.
Stellen Sie nicht vorschnell mehrere Kreditanträge, um eine Ablehnung auszugleichen. Wenn das Geld für notwendige Ausgaben fehlt oder bestehende Raten bereits schwer zu tragen sind, wenden Sie sich an eine anerkannte Schuldnerberatung. Sie kann mit Ihnen prüfen, welche Schulden Sie zuerst bezahlen sollten und welche Alternativen zu neuen Schulden bestehen.


