Fehlt am Monatsende Geld, hängt die passende Lösung davon ab, ob Sie einmalig Bargeld brauchen, dauerhaft mehr verdienen müssen oder Anspruch auf staatliche Unterstützung haben. Der Verkauf ungenutzter Gegenstände oder ein Minijob bringen zusätzliche Einnahmen. Wenn Sie arbeitslos sind oder Ihr Haushalt wenig Geld hat, prüfen Sie, ob Sie Geld von der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter bekommen können.
Seien Sie vorsichtig bei Krediten mit Versprechen wie „sofort“, „ohne Schufa“ oder „garantiert“. Prüfen Sie zuerst, ob Sie durch einen Verkauf, zusätzliche Arbeit oder eine Leistung, auf die Sie Anspruch haben, Ihre Lage verbessern können.
Gegenstände verkaufen
Ein privater Verkauf kann Geld bringen, ohne dass Sie einen Kredit aufnehmen. Bei einer Abholung vor Ort lässt sich die Zahlung direkt entgegennehmen. Beim Versand sollten Sie erst verschicken, wenn das Geld tatsächlich auf Ihrem Konto eingegangen ist.
Ankaufportale sind bequemer, zahlen aber möglicherweise weniger als ein Privatverkauf. Auch Gebühren, abgelehnte Waren, nachträglich geänderte Angebote oder verspätete Zahlungen können den Erlös schmälern. Wie schnell sich ein Gegenstand verkauft und welchen Preis Sie erzielen, hängt unter anderem von Zustand, Nachfrage und Verkaufsweg ab. Planen Sie daher nicht mit einem festen Betrag zu einem bestimmten Termin.
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Mit einem Minijob dazuverdienen
Ein Minijob bietet regelmäßiges Einkommen, aber keine sofortige Einmalzahlung. Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland 13,90 Euro brutto pro Stunde. Die Verdienstgrenze für Minijobs liegt 2026 bei 603 Euro im Monat. Wie viele Stunden Sie dafür arbeiten müssen, hängt vom Stundenlohn ab.
Brutto bedeutet, dass mögliche Abzüge noch nicht berücksichtigt sind. Die tatsächlich ausgezahlte Summe hängt von der Beschäftigung und den persönlichen Umständen ab. Wer bereits Grundsicherungsgeld erhält, sollte zusätzliches Einkommen dem Jobcenter melden. Das Jobcenter rechnet Einkommen nach den geltenden Freibeträgen auf die Leistung an. Wie sich ein Minijob auswirkt, hängt vom Einzelfall ab.
Arbeitslosengeld beantragen
Wer seine Arbeit verloren hat, sollte prüfen, ob Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht. Die Leistung beruht auf der Arbeitslosenversicherung und richtet sich nach dem früheren Einkommen und den persönlichen Voraussetzungen. Vereinfacht gesagt zahlt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des täglichen Nettoverdienstes, den sie für die Berechnung zugrunde legt. Bei einem Kind, das die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, sind es 67 Prozent. Der tatsächliche Betrag hängt von der individuellen Berechnung ab.
Arbeitslosengeld wird grundsätzlich monatlich nachträglich zum Monatsende ausgezahlt. Einen Vorschuss gibt es nur, wenn Sie grundsätzlich Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, die endgültige Entscheidung aber noch aussteht und die Berechnung voraussichtlich länger dauert. Stellt sich später heraus, dass kein oder ein geringerer Anspruch bestand, muss der Vorschuss ganz oder teilweise zurückgezahlt werden.
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Grundsicherungsgeld prüfen
Seit dem 1. Juli 2026 heißt die Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Menschen in Deutschland Grundsicherungsgeld. Ältere Internetseiten und Formulare können weiterhin den bisherigen Namen Bürgergeld verwenden.
Anspruch haben Sie unter anderem, wenn Sie das gesetzliche Mindestalter erreicht, die Altersgrenze für die Regelaltersrente aber noch nicht erreicht haben. Sie müssen in Deutschland leben und mindestens drei Stunden täglich arbeiten können. Außerdem muss der Haushalt zu wenig Geld haben, um den Lebensunterhalt zu sichern. Das Jobcenter prüft Einkommen und Vermögen; auch die Lebenssituation der übrigen Haushaltsmitglieder kann eine Rolle spielen. Wer Arbeitslosengeld bezieht, damit aber den Lebensunterhalt und die Wohnkosten nicht decken kann, kann ebenfalls zusätzliches Grundsicherungsgeld beantragen.
Die Leistung kann den Regelbedarf, also den festgelegten Betrag für den täglichen Lebensunterhalt, sowie angemessene Kosten für Unterkunft und Heizung umfassen. Für Alleinstehende beträgt der Regelbedarf 2026 monatlich 563 Euro. Dieser Betrag ist ein Richtwert für den Regelbedarf und keine pauschale Zusage für jede Person. Die tatsächliche Leistung hängt von Einkommen, Vermögen, Wohnkosten und weiteren Umständen ab.

Hilfe bei akutem Geldmangel
Wenn der Lebensunterhalt unmittelbar gefährdet ist, kann beim Jobcenter in besonderen Fällen ein gesondertes Darlehen beantragt werden. Das Jobcenter prüft, ob die Ausgabe notwendig ist und sich nicht auf andere Weise bezahlen lässt. Ein Darlehen ist zurückzuzahlen und steht nicht automatisch allen Menschen mit Geldmangel zu.
Auch ein Vorschuss auf Arbeitslosengeld ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Stellen Sie deshalb einen Antrag bei der zuständigen Stelle und schildern Sie konkret, welche notwendige Ausgabe ansteht. Eine Auszahlung zu einem bestimmten Zeitpunkt lässt sich daraus nicht ableiten.
Kreditangebote sorgfältig prüfen
Wenn Sie einen Kredit suchen, prüfen Sie vor der Unterschrift die Gesamtkosten und den Vertrag. Vorsicht ist geboten, wenn ein Anbieter trotz negativer Schufa Geld verspricht. Misstrauen Sie auch einer garantierten Kreditzusage. Gebühren, die vor der Auszahlung fällig werden, sind ebenfalls ein Warnsignal. Die Schufa ist ein Unternehmen, das Informationen zur Kreditwürdigkeit speichert. Wer mit „ohne Schufa“ wirbt, verzichtet damit nicht automatisch auf jede Prüfung Ihrer Kreditwürdigkeit oder auf Kosten.
Die Verbraucherzentrale warnte im Januar 2026 vor Fällen, in denen Verbraucher wegen dubioser Kreditangebote Gebühren zahlen oder zusätzliche Verträge und Abonnements abschließen mussten. In den gemeldeten Fällen ging es um Kosten von bis zu 700 Euro. Der Betrag ist kein Durchschnittswert. Er zeigt aber, dass Vorauszahlungen und unklare Vertragsbedingungen Warnsignale sind. Nicht jeder Kredit ist unseriös; entscheidend sind ein nachvollziehbarer Vertrag und transparente Kosten.
Wenn sich Geldprobleme wiederholen, kann ein neuer Kredit die Rückzahlungslast erhöhen. Eine anerkannte Schuldnerberatung hilft kostenfrei dabei, offene Forderungen und mögliche nächste Schritte zu klären.


